Soft Apocalypse - Will McIntosh

Soft Apocalypse – Will McIntosh

Soft Apocalpyse - Will McIntoshDen plötzlichen Weltuntergang kennen wir aus der Literatur zur Genüge. Was aber, wenn die Zivilisation sich nur langsam dem Untergang nähert? Diese Geschichte präsentiert uns Will McIntosh in Soft Apocalypse.

Jasper lebt in einer kleinen Stadt im Süden der USA. Eigentlich irgendwo daneben, im Wald, oder wo auch immer. Er wird Zigeuner genannt. Die Grenzen sind kaum geschützt, es gibt Krieg, Designerviren verunstalten und töten massenhaft Menschen. Dann findet er mal wieder einen Job. Eine Freundin. Was er nicht findet, ist die Hoffnung auf eine bessere Zukunft – es wird immer schlimmer. Langsam zwar aber unaufhaltsam.

Bei so einem Setting denkt man zuerst an eine von zwei Sachen, die der Autor machen kann – Worldbuilding ist es bei McIntosh nicht. Er beschreibt den Untergang über die Hauptfigur und seine Freunde, seine Beziehungen, seine Ängste. Das macht er gut, man verfolgt die Geschichte gerne weiter… mein Ding ist es aber nicht. Ich hätte gerne mehr vom grossen Rundherum erfahren, oder ein wenig mehr Action. Wer es gerne gemächlicher angeht, wird Soft Apocalypse noch besser finden als ich es tat.

Gotrek & Felix - The Road of Skulls

Gotrek & Felix – Road of Skulls

The Road of Skulls - CoverVor Jahrtausenden hat sich Grimnir auf den Weg nach Norden gemacht, um die Chaoshorden zurückzudrängen: er tötete soviele, dass sein Weg einer Strasse aus Totenschädeln glich – der Road of Skulls. Grimnir war der erste Slayer und wurde zu einer Gottheit der Zwerge.

Zur aktuellen Warhammer-Zeit des Imperators Karl-Franz macht sich der Chaoskrieger Garmr mit einer grossen Horde auf den Weg, die Road of Skulls entlang, er pflastert sie mit den Schädeln von Zwergen und Menschen, um ein für alle Mal das Tor für Chaos frei zu machen und die Welt in den Untergang zu stürzen. In den Weg stellen sich ihm nur mehr die Zwerge von Karak Kadrin, darunter ein anderer Slayer: Gotrek, wie immer begleitet von seinem Rememberer Felix Jäger.

Und dieser gibt nicht so leicht auf, und gibt sich auch nicht jedem Schicksal hin. Und so kommt es, dass der Zwerg, der eigentlich seinen Untergang sucht, in Road of Skulls bereits sein dreizehntes grosses Abenteuer zusammen mit Felix beschreitet. Diesmal geschrieben von Joshua Reynolds, der seine Sache gut macht und dem Duo die Ehre erweist, die sie sich verdienen als absolute Headliner der Warhammerbücher der Black Library.

American Sniper

American Sniper

American Sniper, der Film zum Buch: Chris Kyle ist Rodeoreiter, verletzt sich, geht zu den Navy Seals, wird Sniper und dann in den Irak geschickt. Dort erledigt er ein paar Typen und zack!, schon ist er der erfolgreichste Sniper der US-Militärgeschichte. Okay, ganz so einfach ist es dann nicht, aber ich muss hier ja nicht alles verraten.

Das Buch von Chris Kyle war spitze, der Film ist ein wenig eintönig. Ein Kind macht sich ebreit, eine Granate in einen Trupp Soldaten zu werfen. Kyle muss schiessen. Das wirft ihn im Film für ganze fünf Sekunden emotional zurück. Dann Cut und Szenenwechsel. Aber auch nach den Höhepunkten der Geschichte, Hochzeit, Geburt seiner Kinder? Der Film braucht keine zehn Sekunden, um das Thema abzuwickeln und den Trott wiederherzustellen.

In den USA sorgt er für eine Kontroverse. Aber auch nur weil eine Seite leicht angerührt ist. Also, leicht gestört und leicht erregbar. Und das sind nicht die Waffenträger sondern die Hoplophoben. Die auch hier hyperventilieren werden, aber die brauche ich hier sowieso nicht. Alle anderen mögen sich das Buch gönnen, den Film… naja, wenn euch mal gaaanz fad sein sollte, schaut ihn euch ruhig an.