27. September
2006
Meine liebste Bürgerpflicht ist das Wählen. Auch die Wahlkampfzeit gefällt mir. Ich diskutiere gerne mit Freunden über verschiedenste Themen, darunter natürlich auch viele politische oder politiknahe Themen.
Politikverdrossenheit ist mir fremd, im Gegenteil. Ansichten und Meinungen habe ich zu beinahe jedem Gebiet, lasse aber mit mir reden und mich manchmal auch von anderen Argumenten überzeugen. Auch Gespräche über wahltaktische Entscheidungen und den Wahlausgang können einiges an Zeit beanspruchen. Und das Wahltoto darf natürlich auch nicht fehlen.
Für mich ist ein Wahlsonntag ein schöner Tag, verbunden mit einem Glücksgefühl beim Verlassen der Wahlzelle und des Wahllokals. Auch euch wird es gefallen. Und sei es nur, weil ihr euch mit der Abgabe eurer Stimme das Recht sichert, wieder wählen gehen zu können. Bürger kommunistischer Länder und Untertanen von Diktaturen können das nicht.
Wie man an meiner Wortwahl Bürgerpflicht erkennt, sehe ich Wählen nicht nur als eines der höchst einzuschätzenden Rechte in einer Demokratie ein, sondern als Pflicht. Zumindest für mich. Ich will niemanden zwingen oder auch nur drängen, aber als kurze Erinnerung sage ich euch dennoch: Geht wählen!
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25. September
2006
Der Herbst hat begonnen und schon ist einer unserer Freunde wieder da. Der Sturm. Immer wieder gern gesehen ist dieser seltene Gast. Bier und Wein gibt es das ganze Jahr, Sturm ist jedoch nur zeitlich begrenzt zu haben. Umso lieber ist er mir. Wie am Bild zu erkennen, habe ich eine Vorliebe für den roten Sturm. Und er sollte noch süss sein.
Dafür würde ich von einigen als Banause abgetan. Eigentlich heisst es nämlich, zu warten bis der Sturm gerade am Kippen ist, also am Übergang vom Süssen zum Sauren. Aber dafür bräuchte man ein Stammlokal und mehr Geduld. Ausserdem könnte man dann nur einmal im Jahr Sturm trinken.
Für Sturm-Neulinge noch zwei Tipps. Erstens, beim Anstossen nicht Prost sondern Mahlzeit sagen.
Zweitens, nehmt eure Freunde, setzt euch in den 38er und fahrt nach Grinzing raus. Dort ab in einen Heurigen und geniesst bei Heurigenmusik ein Gläschen Sturm. Denn schon bald ist sie vorbei, die Sturmzeit. Und dann heisst es wieder zehn Monate lang warten….
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18. August
2006
Allerorten ist man besorgt ob des Kaufkraftabflusses in Länder in denen längere, humane Einkaufszeiten legal sind oder sogar am Sonntag Geschäfte offen haben dürfen. Fahren ja dann alle in die Slowakei. Und wenn Deutschland das macht müssen wir mitziehen!
Jetzt hat es auch die Hoteliervereinigung mittels einer Umfrage herausgefunden: 61 Prozent der Gäste in Wien wollen sonntags shoppen.
Und ich dachte immer die sonntäglichen Riesenschlangen in den offenen Supermärkten bei Praterstern und Franz-Josefs-Bahnhof wären nur aus Schönbrunn ausgebrochen. Und Länder wie die USA wo man einfach jederzeit einkaufen gehen kann sind die Ausgeburt des Teufels. Oder wie man sowas nennt. Sie selber würden das als Freiheit bezeichnen. So, ich muss schauen dass ich es noch in den Supermarkt schaffe, sonst muss ich heute verhungern!
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