17. Mai 2006

Noch schnell ein Fluchtkrügerl…

für mich und meine treuen Leser, die sich seit geraumer Zeit mit meinen Gedanken herumschlagen, bevor es soweit ist. Ein Rückzug? Nein! Viel eher ein triumphaler Rückkehr in die mediale Bedeutungslosigkeit steht eurem Weber bevor.

Wir alle erinnern uns wohl noch, wie das Leben so war, vor eurer ersten Weberseite: Trist. Öde. Der Alltag war Alltag, und kein Warten auf die nächste Weberseite verkürzte ihn. Doch dann kam die Erleuchtung und ihr wurdet abhängig von der verqueren Welt eines einzelnen Mannes: nämlich meiner!

Worüber ich auch schrieb, mit Gefallen nahmt ihr es auf, und mit Getöse wurde ich bekämpft. Wahlen wurden geschlagen, so wie die Zensur zuschlagen sollte. Bald sind wieder Wahlen und mit etwas Glück und eurer Stimme für das Gute sollte es eurer Fakultätsvertretung gelingen aus dem Pool ihrer Mitarbeiter (gestellt von AktionsGemeinschaft und PSI) einen Nachfolger für mich herbeizuzaubern.

Nicht nur der Zensur, die meine Seiten oft auf eine halbe Seite zusammenkürzte ist es zuzuschreiben, dass ich aufhöre, weiterhin Weberseiten zu verfassen. Eine bedenkliche geistige Leere tauchte allzu oft auf bei der Suche nach neuen und interessanten Blödheiten. Und mit Trivialem wollte ich euch nicht langweilen.

Ganz abhanden werd ich nicht kommen, sollte Captain Öd euer Gefährte sein wollen, besucht mich auf www.WeberSeite.at und hofft auf neue Unterhaltsamkeiten. Oder bewerbt euch bei der Fakultätsvertretung unter "Will Weber werden" für die Burschen, und "Will geWebert werden" für die Mädels. Foto nicht vergessen!

Veröffentlicht: Jänner 2003
Nawigator (nawi-info Zeitungsnummer 123529 W90U)
WeberSeite

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17. Mai 2006

Frischluft und Milch

Nur weil du nicht paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass du nicht verfolgt wirst! Tatsächlich ist es, dass unsere Fakultät (und auch viele andere) Ausgangspunkt einer weltweiten Verschwörung ist. Und viele von euch sind darin verwickelt.

von Christoph Weber, Physiker und Paranoiker

Wenn mein Tag frühmorgens beginnt, nehme ich, wie so viele andere auf diesem Planeten, ein ausgiebiges Frühstück zu mir. Da mein Eifer, den Tag zu beginnen allerdings so groß ist, dass ich es kaum erwarten kann, in die sengende Mittagssonne Wiens zu stürmen und mir meinen Anteil an Sonnenbrand und Hautkrebs zu holen, belasse ich es sehr gerne bei einem Glas Cola.

Ab und zu bekomme ich zu hören, dass es "grauslich" sei, den Tag mit lauwarmen Cola zu beginnen. Ich bin der Meinung, es gibt viel Schlimmeres. Viele trinken (und das nicht nur in der Früh) Milch, oder Kaffee mit Milch und essen vielleicht auch noch Müsli mit Milch dazu.

Hier beginnt nun die Geschichte der oben erwähnten weltweiten Verschwörung. Alle Biologielehrer, Umweltschützer, Grüne, Bauern und Frischluftfanatiker versuchen die restliche Welt irrezuführen. Um hinter die Kulissen dieser Verschwörung zu blicken, möchte ich kurz eine Episode von "Cow and Chicken" nacherzählen.

Cow und Chicken sitzen am Frühstückstisch. Cow hat einen Teller Müsli vor sich. Chicken leert das Müsli in seinen Teller, muss dann aber feststellen, dass keine Milch mehr im Packerl ist.

Chicken (aufgeregt): "Wir haben keine Milch mehr! Was soll ich jetzt machen?" Cow: "Das ist doch kein Problem."

Cow nimmt den Milchkarton, hält ihn unter den Tisch. Cow beginnt ein kleines Liedchen zu trällern, allerdings scheitert sie, das Plätschern zu übertönen. Kurz darauf stellt Cow das Packerl wieder auf den Tisch, diesmal voll mit noch dampfender Milch.

Chicken: "Das… das kann ich nicht trinken. Das ist… das ist… von dir!" Cow: "Aber das machen wir doch schon seit Jahren so!"

Chicken ergreift das Milchpackerl, erblickt ein paar Spinnweben und etwas Staub, darunter das Ablaufdatum 12. 5. 1992 und fällt in Ohnmacht.

Was ich mit dieser Geschichte demonstrieren wollte, kann man in wenige Worte fassen: Milch ist Kuhpisse! Allerdings haben einige Bevölkerungsgruppen dieser Erde ein gewisses Interesse daran, dass dieser Umstand nicht bekannt wird. Bei den Bauern ist es einleuchtend, die Grünen, Umweltschütze und Biologielehrer haben sich aus erklärlichen Gründen dieser Verarschung der restlichen Menschheit angeschlossen.

Die Frischluftfanatiker bekommen im Gegenzug Promotion für Frischluft, obwohl jeder weiß, dass in einem geschlossenen Raum immer zuerst die Schadstoffe rausgeatmet werden und dann die wirklich gesunde Luft überbleibt.

Aber es gibt ja mich, und ich warne euch davor, Milch zu trinken oder die Fenster zu öffnen um frische Luft hereinzulassen!

Veröffentlicht: Juni 1999
Nawigator (nawi-info 52 Zeitungsnummer 123529 W90U)
Seite 30
Weberseite

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17. Mai 2006

Das Erstsemestrigenfest

Semesterauftakt in der Aula

Bereits vor dem offiziellen Beginn, der um 17:30 angesetzt war, begann sich die Aula zu füllen. Die einzige Frage war, wo sind die Erstsemestrigen? Viele Professoren, allen voran die Vortragenden der Einführungsvorlesungen, verbrachten aber die Wartezeit mit Bier und Broten. Aber es trafen schlussendlich doch noch Erstsemestrige ein, und sie sollten vieles lernen.

von Christoph Weber

Das Erste ist, dass für Studenten ziemlich jedes Ereignis ein Anlass für ein Fest ist. Denn das Fest, das von den Universitätslehrern eingeleitet und für Erstsemestrige gedacht war, war auch von Höhersemestrigen gut frequentiert. einige junge Studenten konnten bei einem Gespräch lernen, dass Assistenten auch nur Menschen sind.

Um Ruhe wird gebeten

Eine weitere Erkenntnis dürfte gewesen sein, dass nicht alles, das auf Wänden steht, unbedingt zu beachten ist. "Rauchen verboten" schien nicht vorhanden zu sein. Und im Zeichensaal der von den DJs Tina und Christian beschallt wurde, sorgte die Aufschrift "Um größte Ruhe wird gebeten" nur für Erheiterung.

Dank ans Institut

Bis um neun Uhr lichteten sich die Reihen schon etwas, vor allem die Professoren zogen sich langsam zurück, aber von Ernüchterung war keine Spur. Die Brote erfreuten sich großer Beliebtheit, das Bier hatte nicht die geringste Chance, mit irgendjemandem warm zu werden.

Bis in die Nacht wurde getrunken, und aufgrund der spendablen Geste der Institute für Mathematik und Physik, war kein Ende des Bieres zu sehen. Zwar waren 15 Kilo Brot in kurzer Zeit gegessen worden, aber ein Fass und ca. 20 Kisten Bier reichten aus, um den Hunger mit flüssiger Nahrung zu stillen.

Nächstes Jahr wieder?

Abschließend gesehen war es ein schönes Fest, das nicht nur von Studenten, sondern auch von Professoren und Assistenten als gelungen betrachtet wurde. Auch für uns war es eine Freude, dieses Fest zu organisieren und so erfolgreich durchzuziehen. Wir können nur hoffen, dass es nicht das letzte Fest dieser Art war.

Veröffentlicht: November 1997
Nawigator 1 (nawi-info 42 Zeitungsnummer 123529 W90U)
Seite 7

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