Im DSF-Sendegebiet vor allem aus Takeshi’s Castle bekannt, hat Takeshi Kitano in Japan mehr zu sagen als “Nur ein nasser Kandidat ist ein guter Kandidat.” Er ist Dichter, Regisseur, Schauspieler, Maler… als Regisseur und Hauptdarsteller tritt er in Violent Cop auf.
Der Name des Films ist Programm: der Polizist Azuma hat einen Hang zu gewalttätigen Methoden, die aber nicht so schlecht funktionieren. Auch als er den jungen Polizisten Kikuchi im Schlepptau hat. Dieser ist sehr zuvorkommend und scheint so gar nicht zu Azuma zu passen. Dennoch freunden sie sich an und erleben gemeinsam so einiges in Bars und bei der Arbeit und manchmal beides zugleich.
Kikuchi: Einbahnstrasse!
Azuma: Mir egal.
Kikuchi: Aber das ist eine Einbahnstrasse!
Azuma: Was du nicht sagst.
Manche Dialoge mögen unter der Synchronisation gelitten haben, hier wird aber der gleichgültige Tonfall Azumas zu einem absoluten Highlight. Stimmungsvoll und abwechselnd mit eindrucksvollen Bildern und dann wieder eindrucksvoller Darstellung von Gewalt befindet man sich in einem nicht alltäglichen Polizistenalltag.
Der Film lebt mehr von Stimmungen als von der Handlung, die sich dennoch zum Schluss zu einigen Überraschungen hinarbeitet. Sehenswert, nicht nur um sich für Takeshi’s Castle Schauen rechtfertigen zu können.
Sieht nach einem Pflichtfilm aus, oder? Ist er auch. Woody Harrelson im klassischen Zombie-Setting, also postapokalyptische Vereinigte Staaten auf der Flucht vor den Zombies. Vor verdammt vielen Zombies.
It’s amazing how fast things can go from bad to shit-storm.
Da der Dialog leiden würde, wäre er allein, gibt es einige Mitstreiter, darunter Emma Stone. Andere waren auch noch dabei. Unwichtig. Zombieland anschauen! Jetzt!
Wieder mal Zeit für ein Filmchen, und was könnte es Besseres geben als dafür etwas in die Vergangenheit zu reisen. Sowohl in meine, denn recht lange ist es her, dass Star Trek und seine Abkömmlinge ein steter Begleiter eines Christoph Weberschen Nachmittags waren. Aber auch im Film. Oh ja, Zeitreisen sind mit verantwortlich für die schlechtesten Filme und Serien aus der Reihe Star Trek. Nicht so dieses Mal.
Der 2009er Film Star Trek beginnt fulminant. Romulaner suchen nach Botschafter Spock, der Captain des Föderationsraumschiffes kennt ihn nicht, sein Ersatz fliegt das evakuierte Schiff in das der Romulaner und stirbt als Held Sekunden nach der Geburt seines Sohnes: James Tiberius Kirk. Eine rebellische Jugend später finden sich einige interessante Charaktere an der Sternenflottenakademie zusammen: Kirk, der Arzt McCoy, ein junger Chekov, Pilot Sulu, Uhura und, etwas älter, Spock. Als Vulkan Probleme meldet müssen sie alle einspringen und zu Hilfe eilen. So wie wir es kennen…
War es zu frühen Serienzeiten noch ein problemloses Unterfangen, der Handlung zu folgen, die im allgemeinen so verlief: Planet/Problem entdecken, hinbeamen, Phaser- und Faustkämpfe gewinnen, zurückbeamen und ab in die nächste Episode, so verzettelten sich folgende Abkömmlinge wie so viele Serien in ein Möchte-Gern-Riesen-Melodram mit einem langen Hauptstrang und pervers vielen nicht mehr nachvollziehbaren Subplots sobald man eine Folge verpasst hatte. Was gerade bei ORF Übertragungen zu Problemen führte, da man hier nichts von Kennzeichnung der Reihenfolge hielt dafür umso mehr aus seinen Kosten rausholen wollte und bei Start einer neuen Staffel am Besten gleich alle alten Staffeln davor nochmal wiederholte.
Doch der 2009er Star Trek Film bietet wenig Komplikationen in einer überschaubaren Geschichte mit vielen bekannten Gesichtern und einigem an Action. Ein Erfolgsrezept das anzuschauen sich lohnt.