9. März 2010

Poker Winners Are Different – Alan N. Schoonmaker

Poker Winners Are Different: Sieger beim Pokern sind anders. Anders als was oder wer? Na, als Verlierer natürlich. D’uh. Alan Schoonmaker wieder am Werk, diesmal weniger belehrend oder abschwächend sondern aufdeckend, was echte Gewinner machen. Auch wenn es unschön sein mag oder gesellschaftlich nicht zu hundert Prozent akzeptiert.

Gewinner sind motiviert und diszipliniert; kontrollieren ihre Reaktionen auf Gefühle; managen Risiko und Informationen, auch die Informationen die sie anderen geben; fokussieren auf die wichtigen und richtigen Themen; handeln entschlossen.
All das wird genauer erläutert, aber auch wie man sich selber diese Fähigkeiten und Einstellungen aneignen oder sich ihnen annähern kann.

Alan Schoonmaker komplettiert hiermit seine Poker-Trilogie, die sich nicht nur designmässig ähnelt und komplettiert. Er schreibt gewohnt lässig und mit Anekdoten versehen über das Gewinnen. Also handelt entschlossen und schaut euch Poker Winners Are Different an.

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8. Februar 2010

Your Best Poker Friend – Alan N. Schoonmaker

Your Best Poker Friend: Increase Your Mental Edge ist, schwer zu erraten, die Fortsetzung von Alan Schoonmakers Your Worst Poker Enemy. Und wieder die Frage, wer ist eigentlich dein bester Poker-Freund? Und wieder dieselbe Antwort, du selber natürlich.

Hat Schoonmaker in YWPE noch versucht, einem die eigenen Schwächen aufzudecken, geht es nun darum diese zu beseitigen oder zumindest deren Effekte zu minimieren. Und man ist dabei nicht alleine, Schoonmaker empfiehlt Internet Foren, Pokercoaches oder pokerspielende Freunde die einem helfen können. Die Spannweite geht von “etwas mehr Spass haben” bis zu “sollte ich meinen Job aufgeben und Poker Pro werden”.
Ein grosser Teil ist “Increasing your Edge”, ob man nun gegen Anfänger oder gegen einen Glückslauf spielt. Ein weiterer Teil befasst sich mit persönlich zu planenden “Poker Improvement Plans”, wie diese zu formulieren, kontrollieren und revidieren sind. Sehr interessant.
Weniger interessant ist der Teil, ob man No Limit spielen sollte. Hier kommt es im Vergleich zu Limit zu grösseren Swings und daher zu grösseren psychologischen Belastungen. Da aber fast nur mehr No Limit gespielt wird, ist einiges hinfällig, auch wenn schön aufgezeigt wird, welche Fähigkeiten man für No Limit haben sollte.

Alleine der Teil über aktives Lernen könnte das Geld wert sein, aber auch die anderen Teile sollten jedem helfen. Nicht unbedingt beim Spielen selber, aber beim Rundherum und dass Poker nicht dein ganzes Leben übernimmt. Dennoch werde ich mir bald den dritten Teil der Serie gönnen. Und euch dann präsentieren.

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18. Januar 2010

Christoph Weber bei der Greek Poker Tour

In Griechenland verboten, erfreut sich der Pokerspieler in Wien an einer Unzahl an Gelegenheiten Poker zu spielen. Vorreiter aller Cardrooms ist das CCC, das dieses Wochenende wieder den Griechen Zuflucht bot. Die Greek Poker Tour war zu Gast. Und dank eines bei Pokerfirma.de gewonnenen Tickets durfte ich an einem Side Event teilnehmen, 100+15 Euro Buyin mit einem Rebuy. Vorbereitet und hungrig gings um 1900 los.

Schlechte Karten gleich zu Beginn verschaffen mir nach zwei Runden Folds ein ultra-tightes Image. Nur die ungarische Fraktion rechts von mir möchte mit mir spielen. Ich möchte mit dem Teil der ungarischen Fraktion links von mir spielen, aber das ist eine andere Geschichte und ein anderes Spiel. Also gut, nutzen wir das Image aus, so gut es geht. :Qx: :Tx: in der Hand, :Ax: :Kx: :3x: am Flop und eine Continuation Bet reicht um :Jh: :Jd: loszuwerden. Gut. Ansonsten sind die Entscheidungen einfach, da ich kaum mittelmässige Karten bekomme, mein tightes Image behalte und C-Bets oft den Pot einstreichen. Einmal habe ich :Jd: :Jc: , ein Ungar wieder dabei sieht sch den Flop :Js: :7x: :3x: an, er spielt in mich hinein. Ich muss überlegen. Zwischen Call und Raise logischerweise, da merke ich dass es gerade zum schlechten Schauspiel wird und calle. Turn :Js: :7x: :3x: :Kx: , ändert nichts, hat er Könige hat ers verdient. Er setzt, ich überlege kurz, gehe allin er callt mit :Qx: :Tx: und dem Openender. Kommt nicht, und ich bin ausser dem schlechten Schauspiel am Flop mit meinem Spiel nicht unzufrieden. War ja auch ziemlich Standard. Mit 4-6k gehts dahin und die Rebuy-Phase vorbei. 296 Spieler und 225 Rebuys sorgen für einen ausreichend gefüllten Preispool mit 13k für den Sieger und 404 Euro für den 27.

Dann gehts etwas runter, bis ein ungarischer aktiver Spieler in früher Position limpt, ich raise mit :Tc: :7c: , Emo im Big Blind callt, ebenso der Ungar. Flop :Ah: :9c: :2s: . Nix getroffen, nur einen Verdacht auf Runner-Runner Möglichkeiten aber es wird zu mir gecheckt. Na gut, den Ungar bekomm ich raus, den Emo auch… ausser er hat ein As mit gutem Kicker, also flott allin, Emo deutet alles richtig und schaut nicht auf mein Image, callt mit :As: :Jh: . Ups. Doch was sehe ich da? Noch ein Treff und noch eins, das Flush ist fertig und ich bei 10k. Kurz darauf geht Emo allin, ich calle recht flott mit :As: :Ks: , er zeigt :Kc: :5d: und trifft nichts ausser später Freunde im Cash Game.

Dann werden meine Tische relativ regelmässig aufgelöst, kein Grund also am Image zu feilen, mit einigen Karten und guten Spots gehts ohne viele Showdowns dahin. Dann komme ich auf Tisch 1, der wird wohl nicht aufgelöst werden. Und es sind auch nur mehr 54 Spieler. Quasi jeder Zweite im Geld. Und ich bin kartentot. Stundenlang. Also wieder tightes Image. Strategie? Warten auf schwule Raises, und dann mit saftigem Reraise bis allin den Pot klarmachen. Oder Blinds stehlen. :Kx: :Qx: oder :Ax: :8x: muss da oft reichen, tut es auch und so bleibe ich immer knapp im oder unterm Chip-Average. Oft würde ich einem aktiven Spieler gern ein Reraise an den Kopf knallen, aber :8x: :3x: , :Qx: :2x: und weiteres erlauben das nicht wirklich. Bis in einer Hand zwei Spieler an einem und ein weiterer an einem anderen Tisch ausscheiden und die Bubble geplatzt ist. Uhrzeit 0315.

Links von mir leider weiter zwei junge Spieler, die recht aktiv sind mit ihren grossen Stacks. Der Oberchecker mit Sonnenbrille, Ipod (lol Mac) und PokerStars-Feuerzeug (für mehr haben die FPP nicht gereicht?) gibt fast alle Chips an andere ab, kommt aber wieder zurück. Der andere hat sich um viele FPPs oder Euro ein Pelzjäckchen für seine Freundin organisiert. Für mich gibts viel Zurückhaltung, einen Insta-Call eines Shortstacks dessen :Ac: :Kh: meine :6d: :6c: nicht überholen.
Generell ist mein Spiel tight, aber entschlossen. Das würdigen fast alle. Der Average ist meist etwas über 10 BBs, ich bin also etwas optionsarm, aber ob Allinpushes oder normale Raises, es wirkt. Pocket Pairs lassen sich weiter nicht blicken, dafür recht oft :Ax: :8x: . In später Position gut genug. Ab und zu verteidige ich (als einziger) einen Blind, wenn einer der beiden aktiven Spieler zu meiner Linken auf ~2,2 BBs raist. Mit dem Ziel mit dem kleinsten Treffer die C-Bet mit einem Allin zu würdigen. Aber dreimal komplett daneben. Dann denke ich wenn ich das nächste Mal ohne Treffer am Flop raise müsste es auch für einen Fold reichen, aber :Jd: :9h: auf einem :As: :Kc: :5x: Flop ist mir dann doch zu riskant.

Dann sitze ich mit 60k in Chips da, vor mir einer der eine Achterbahnfahrt mit seinen Chips hingelegt hat, geht mit etwas mehr wieder mal allin, ich calle schnell mit :5d: :5c: . Er zeigt eine :Qs: und… eine :4c: . 70% für mich aber :4x: am Flop und :4x: am River und ich bin als 21. mit 404 Euro Preisgeld draussen. Kein Fehler aber auch kein Glück in dieser Hand. Ein Sieg hätte mich über das Average befördert und ich hätte wohl noch 6-8 Shortstacks überleben können. Womit der Finaltisch nahe gewesen wäre. Sollte nicht sein. Also Geld abholen, Red Bull zwicken und ab ins Taxi dass mich um Uhrzeit 0445 nach Hause bringt.

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