20. September 2010

The Poker Tournament Formula

Nun, es ist ja nicht mein erstes Buch das sich mit Poker-Strategie beschäftigt. Aber es ein ganz und gar nicht schlechtes. Ähnlich wie Collin Moshman mit seinem SNG Strategy beschäftigt sich Arnold Snyder mit einer speziellen Art von Poker: schnelle Multitable-Turniere.

Viele Bücher beschäftigen sich mit Strategie passend für Cashgames oder die grossen, langsamen und damit teuren Turniere wie bei der World Series of Poker. Die Turniere die man viel öfter und wahrscheinlicher spielt, sind auf wenige Stunden des Spielens ausgelegt. Und hierfür gibt es The Poker Tournament Formula.
Es wird berechnet, wie schnell ein Turnier ist und anhand dessen beschrieben, wie man seine Strategie anzupassen hat. Dann gibt es noch schön ausgearbeitet je eine Strategie wie man seine Position, seine Karten und seine Chips spielen kann. Immer mit Bedacht auf die schnelle Struktur der günstigen Turniere.

Ausprobieren muss ich Arnold Snyders Strategien erst, aber es klingt recht vernünftig. Die Mathematik und Statistik wird hintangehalten, nämlich im Appendix, ist aber auch gar nicht notwendig. Auch seine Buchempfehlungen machen Sinn, denn sie enthalten fürs Grundsätzliche die Klassiker der Pokerstrategiebücher sowie einige Werke die sich auf Einzelthemen spezialisieren. Das ergibt eine Lese-Empfehlung an euch und Interesse am Teil Zwei für mich.

Gepostet unter Bücher, Poker | 1 Kommentar

1. Juli 2010

City Poker Millenium City

Gewinnspielsieger: Christoph Weber

Wieder mal Zeit dass “Christoph Weber” als Gewinner bei einem Gewinnspiel gelistet wird. Vor kurzem war es soweit, auf poker-community.at. Und da dieser Christoph Weber tatsächlich meinereiner war, gings kurz darauf auch schon in die Millenium City. Auf in die tollste Ubahn der Welt, die U6, die schön auf den Stadtbahnbögen in der Sonne brutzelt, der Geruch von Schweiss und Kebab vermengt sich zu einem Aphrodisiakum das Lust auf mehr Wiener Linien macht.

Dort angekommen gehts in den City Poker Cardroom. Klein, fein, der Schmäh rennt unter den durchwegs jugendlichen Stammspielern. An die zehn Pokertische schmiegen sich in die Räumlichkeiten im fünften Stock. Das kleine Ottakringer kostet 2 Euro 80 und das Turnier 20+4 Euro für Nicht-Gewinnspielgewinner und es werden 800 Euro Preisgeld garantiert. Dafür sind 40 Spieler notwendig, diese Zahl wird an diesem Tag nicht erreicht. Das Turnier startet mit zwei vollen Tischen und es steigen einige Spieler später ein anstelle derjenigen die sich früh verabschieden.

Turniersieger: Christoph Weber

Das Turnier selber ist sehr angenehm zu spielen, wie gesagt es rennt der Schmäh, die Spieler sind vom Können sehr gemischt, manche callen zuviel, andere folden zuviel und wenige wissen schon wie’s dort läuft und spielen das recht brav. Ich bekomme zuerst mal ein paar gute Karten dann längere Zeit eher Schrott, aber der Finaltisch ist bald erreicht. Eine Teilung durch zehn wird noch abgelehnt. Zweimal Nuts und einmal Bluff später bin ich nicht mehr Dritter in Chips sondern Chipleader. Kurz darauf sagen alle Ja zu einer Aufteilung des Preisgelds auf die verbliebenen acht Spieler und ich bin dank Chiplead nominell Turniersieger und mache mich mit 100 Euro auf den Heimweg. Auch okay.

Gepostet unter Poker | Noch keine Kommentare

18. Juni 2010

No Limit Hold ‘em: Theory and Practice

No Limit Hold 'em: Theory and PracticeWieder mal landet ein Sklansky auf meinem Nachtkastl und in meiner Bibliothek. Nach seinem Klassiker The Theory of Poker ist diesmal No Limit Hold ‘em: Theory and Practice an der Reihe. Theory of Poker behandelte kein spezifisches Spiel, und der Pokerboom nach 2003, dem Jahr wo Chris Moneymaker als Amateur den WSOP Main Event und Millionen Dollar gewann, machten es attraktiv und finanziell notwendig, ein Buch zu schreiben das sich speziell mit No Limit Hold’em auseinandersetzt. Und wieder mal haben David Sklansky und Ed Miller sich zusammengetan und ein gutes Buch verfasst.

Sie gehen bei weitem nicht nur auf Preflop-Strategien ein, wie sie bei Turnieren häufig vorkommen. Am meisten beschäftigen sie sich mit Deepstack Cashgames, da hier bis zum River Spielraum bleibt. Und sollte man mal in einem Turnier mehr Spielraum haben braucht man hier auch einen Plan und eine Strategie. Einfach reinstellen kann jeder.

Es werden viele Konzepte vorgestellt, vom Anpassen an Stack Sizes, manipulieren der Potgrösse hin zum Verleiten der Gegner zu schlechtem Spiel.

Aufgebaut ist das Buch im klassischen, guten Two Plus Two Publishing Stil, didaktisch gut aufgebaut und unspezifisch genug damit man nicht nach Kochrezept spielt sondern sich selber Gedanken macht wie man in verschiedenen Situationen verschiedenst spielen kann. Mathematisch ist es sauber, nicht im Sinne von fehlerfrei sondern von beinahe gänzlich befreit davon. Abgesehen von grundsätzlichen Pot Odds Berechnungen gibt es nicht viel, und Pot Odds werden als bekannt vorausgesetzt.

Es ist nicht unbedingt ein Buch für Anfänger, da es eben einiges voraussetzt; für Fortgeschrittene wäre eine Vertiefung in manchen Punkten nicht schlecht. In Verbindung mit Theory of Poker ist es für engagierte Spieler auf jeden Fall hilfreich.

Gepostet unter Bücher, Poker | Noch keine Kommentare