Vor Kurzem ist ein interessantes Email hereingeflattert. Von PokerStars an Christoph Weber. Anscheinend wurde ich betrogen. Doch lest selbst.
From: support@pokerstars.com
To: christoph@weberseite.at Subject: Account Credit
Hello,
PokerStars has become aware of two players who were working together in our Sit & Go tournaments to the detriment of other players. You were involved in at least one tournament with these players and as a result you may have been adversely affected.
The players’ accounts were closed and their funds frozen pending a thorough investigation, which is now complete. Fortunately the problem was identified quickly and they had only played in a few tournaments before the accounts were closed.
[...]
I regret that we will be unable to answer questions as to how your specific credit amount was calculated. Likewise, we are not at liberty to identify the specific games or players in question. Suffice to say that they have been barred from the site and you will not encounter them again.
[...]
Best Regards,
Dan M
PokerStars Game Security
Betrüger beim Online-Poker. Also doch “online Poker is rigged”? Oder gut gemacht von PokerStars und die Bösen erwischt? Doch wieviel kriminelle Energie und Blödheit muss dahinter stecken wenn man auf meinen Mini-Levels betrügt?
Wäre Christoph Weber ein begabter Literaturkritiker würde hier jetzt etwas ganz Tolles über Bernhard Seiters Roman Passenger Hammerschmid stehen. Etwas Lesenswertes. Etwas Literarisches. Aber nein. Das spielt es hier nicht.
Statt dessen gibt es mal kurz den Klappentext. Aber ich bin zu faul den abzutippen. Also fasse ich mal kurz was zusammen. Es geht um Hammerschmid. Einen Wiener Pokerspieler, aufgewachsen unter anderem im Concord Card Casino, der sich gerade am Ende eines Downswings befindet. Unten. Ganz unten.
In einem atemlos-atemberaubenden Gedankenstakkato zieht die Vergangenheit und die Zukunft an Hammerschmid und damit dem werten Leser vorbei. Es geht um Geld, Frauen, Emil den Affen und um den Flug den Hammerschmid verpasst hat.
Auch andere tolle Kritiken wurden verfasst und verfilmt, siehe hier:
Jetzt nochmal den Autor, Bernhard Seiter, irgendwo abpassen, ist ja ein Wiener, ein Autogramm abholen und nach den letzten Seiten das Buch in die Bibliothek stellen. Und dann wohl wieder hervorholen. Ist ein nettes Buch das einem eine nicht unbedingt bekannte Gedankenwelt näher bringt. Auch wenn sich die Hauptfigur gerade davon entfernt oder vielleicht gerade deswegen.
Small Stakes Hold ‘em: Winning Big with Expert Play. Na, das klingt doch mal verführerisch. Ein Buch lesen und gross abräumen. Und dennoch ist das Buch nicht für jeden zu empfehlen. Denn es geht um Limit Hold’em, nicht das allseits bekannte No-Limit Hold’em.
David Sklansky ist einer der besten Poker-Autoren, das ist unbestritten. Seine Werke führen dort weiter, wo Super System aufgehört hat, die Nachfolger sind aber mit SNG Strategy oder The Mathematics of Poker auch schon gefunden. In der Zwischenzeit war Sklansky das Um und Auf. So auch mit Small Stakes Hold’em. Bevor die neue Generation an ultra-aggressiven Spielern kam, war es auf niedrigeren Stakes sicher recht einfach. Vor allem wenn man dieses Buch gelesen hatte. David Sklansky hat wieder mal Hilfe von Mason Malmuth aber auch von Ed Miller, da Ed kurz davor die niedrigeren Stakes unsicher gemacht hat.
Zu Beginn gibt es einen kurzen Überblick über Sachen die mittlerweile Standard sind, wie Implied Odds oder Pot Equity. Am Ende finden wir Two-Plus-Two typisch Hand Quizzes und ein umfangreiches Q&A. Dazwischen geht es zur Sache. Wie spiele ich Limit Poker vor und nach dem Flop, am Turn und am River. Darunter sind auch viele bei No-Limit anwendbare Techniken und Hinweise. Wann beschützt ein Raise meine Hand und wann nicht. In welcher Situation kann ich durch eine niedrige Bet mir später eine Free Card erkaufen. Schön aufbereitet findet man viele Ideen die einen sicher weiterbringen können. Gerade auch wenn man niedrige Limits spielt, wo die Gegner nicht unbedingt aufpassen und schon gar nicht fortgeschrittenste Spielzüge verstehen. Und zuwenig folden.
Wer sich an Limit Poker probieren möchte, dem kann ich dieses Buch empfehlen. Allen anderen sei gesagt, dass es andere Bücher gibt die ihr zuvor gelesen haben solltet. Schaden kann es aber nicht.