16. April
2010
Geschichtsunterricht! Die Stunde leiten Tom McEvoy und T.J. Cloutier. In Championship No Limit & Pot Limit Hold ‘Em erzählen sie uns wie sie Hold’em spielen. Da das Buch aber aus dem Jahre 1997 stammt ist es ziemlich obsolet. Der durchschnittliche Spieler spielt deutlich aggressiver als es hier geschildert wird. Dennoch: das Buch wurde von so vielen zitiert oder als Grundlage für ihren frühen Erfolg bezeichnet, dass ich es mal lesen musste.
Die Strategie-Kapitel kann man eher überfliegen. T.J. Cloutier ist einer der instinktiven Spieler, die andere Spieler beobachten und gut lesen können. Tom McEvoy ist eher analytisch unterwegs. Eigentlich eine ganz gute Mischung, aber aus schon genannten Gründen wäre man unweigerlich der tighteste Rock am Tisch. Egal an welchem Tisch. Gut versteckt und wenig hervorgehoben sind kleine strategische und allgemeingültige Schätze wie das Gap Prinzip, wie es Sklansky genannt hat oder “The value of the hand is in its ranks, not in its being suited.”
Es ist ganz nett zu sehen, wie sich das ganze entwickelt hat seit damals. Als Gegenmassnahme werde ich im Anschluss nochmal Colin Moshmans SNG Strategy lesen.
Gepostet unter Bücher, Poker |
9. März
2010
Poker Winners Are Different: Sieger beim Pokern sind anders. Anders als was oder wer? Na, als Verlierer natürlich. D’uh. Alan Schoonmaker wieder am Werk, diesmal weniger belehrend oder abschwächend sondern aufdeckend, was echte Gewinner machen. Auch wenn es unschön sein mag oder gesellschaftlich nicht zu hundert Prozent akzeptiert.
Gewinner sind motiviert und diszipliniert; kontrollieren ihre Reaktionen auf Gefühle; managen Risiko und Informationen, auch die Informationen die sie anderen geben; fokussieren auf die wichtigen und richtigen Themen; handeln entschlossen.
All das wird genauer erläutert, aber auch wie man sich selber diese Fähigkeiten und Einstellungen aneignen oder sich ihnen annähern kann.
Alan Schoonmaker komplettiert hiermit seine Poker-Trilogie, die sich nicht nur designmässig ähnelt und komplettiert. Er schreibt gewohnt lässig und mit Anekdoten versehen über das Gewinnen. Also handelt entschlossen und schaut euch Poker Winners Are Different an.
Gepostet unter Bücher, Poker |
8. Februar
2010
Your Best Poker Friend: Increase Your Mental Edge ist, schwer zu erraten, die Fortsetzung von Alan Schoonmakers Your Worst Poker Enemy. Und wieder die Frage, wer ist eigentlich dein bester Poker-Freund? Und wieder dieselbe Antwort, du selber natürlich.
Hat Schoonmaker in YWPE noch versucht, einem die eigenen Schwächen aufzudecken, geht es nun darum diese zu beseitigen oder zumindest deren Effekte zu minimieren. Und man ist dabei nicht alleine, Schoonmaker empfiehlt Internet Foren, Pokercoaches oder pokerspielende Freunde die einem helfen können. Die Spannweite geht von “etwas mehr Spass haben” bis zu “sollte ich meinen Job aufgeben und Poker Pro werden”.
Ein grosser Teil ist “Increasing your Edge”, ob man nun gegen Anfänger oder gegen einen Glückslauf spielt. Ein weiterer Teil befasst sich mit persönlich zu planenden “Poker Improvement Plans”, wie diese zu formulieren, kontrollieren und revidieren sind. Sehr interessant.
Weniger interessant ist der Teil, ob man No Limit spielen sollte. Hier kommt es im Vergleich zu Limit zu grösseren Swings und daher zu grösseren psychologischen Belastungen. Da aber fast nur mehr No Limit gespielt wird, ist einiges hinfällig, auch wenn schön aufgezeigt wird, welche Fähigkeiten man für No Limit haben sollte.
Alleine der Teil über aktives Lernen könnte das Geld wert sein, aber auch die anderen Teile sollten jedem helfen. Nicht unbedingt beim Spielen selber, aber beim Rundherum und dass Poker nicht dein ganzes Leben übernimmt. Dennoch werde ich mir bald den dritten Teil der Serie gönnen. Und euch dann präsentieren.
Gepostet unter Bücher, Poker |