25. Juli 2008

Sonntagsturnier im CCC

Vor einiger Zeit begab ich mich wieder einmal ins Concord Card Casino. Das Sonntagsturnier war angesagt, ein Freezeout mit einem moderaten Buyin von 20+4 Euro. Über 200 Teilnehmer starteten mit 3.000 in Chips und die Blindlevel dauerten jeweils zwanzig Minuten.

Es ging recht langsam los, was einerseits an schlechten Händen lag als auch an Spielern, die sehr schnell verdoppeln oder zurück zum Cashgame wollten. Oder sie hatten einfach wenig Plan. Also war Zurückhaltung angesagt, mit wenigen Steals und guten Händen konnte ich meinen Stack immer so um die 3.000 Chips halten.

Dann kamen die Antes ins Spiel… und bessere Karten. Für den Spieler zu meiner Rechten. Ein Raise auf knappe unter 1.000, mit 33 wie ich nachher erfahre, ich erblicke AJ und stelle alles rein. Fold, fold, fold zurück zum Raiser der dank meines tighten Images und seiner doch nicht so starken Hand auch recht rasch foldet. Nächste Hand derselbe Spieler raist wieder, diesmal mit 77. Ich finde AK und alle meine Chips wandern in die Mitte. Es folgt etwas Gelächter und blöde Sprüche vom recht freundlichen und unterhaltsamen Tisch: “Ich glaub er mag dich nicht.” Fast schon etwas peinlich… doch, es wird noch besser: die dritte Hand in Folge findet mein rechter Sitznachbar eine Hand zum Erhöhen, tut dies und ich? Ich gehe unter Gebrülle wieder all-in und wieder foldet er, diesmal bin ich so nett und zeige ihm mein KK.

Und mein Stack hat sich in drei Händen ohne Showdown mehr als verdreifacht, auf knappe 10.000. Von da an geht es relativ unspektakulär weiter. Einige Steals, einige Bad Beats kurz vor dem Final Table: ein Shortstack mit 33 gewinnt gegen mein AK, kurz darauf derselbe Spieler zeigt AQ und ich AK, und zwei Damen gesellen sich gleich am Flop dazu, mit KK verliere ich wieder gegen AQ. Die Zuschauer, auch Railbirds genannt, können mitfühlen, mir ist es relativ egal, ich komme halt nur mit durchschnittlichem Chipstack an den Finaltisch anstatt mit einem der grössten Stacks.

Am Finaltisch angekommen merkt man dass die Spieler jetzt ruhiger geworden sind. Wenig Action. Die Blinds sind bei 6k/12k mit 1k Ante angelangt, der Spieler zu meiner Rechten hat etwas weniger Chips als ich, und geht vor mir all-in. Ich finde JJ und pushe ohne viel zu überlegen ebenfalls all-in. Ich spiele gegen QQ und habe wieder mal kein Glück. Zwei Hände später calle ich im BB mit lediglich 2BBs all-in und auch hier kein Suckout für mich. Damit war ich draussen, auf Platz 8 und 168 Euro reicher.

Im Nachhinein war das All-in mit JJ nicht gut gespielt, der Tisch war sehr abwartend und wieso hätte ein Spieler mit mittlerem Stack in früher Position mit etwas schlechterem als QQ+ oder AK all-in spielen sollen? Damit war ich weit hinter seiner Range und maximal wäre es ein Coinflip gewesen. Den ich bei meinem Showdown-Glück an dem Abend aus dem Weg gehen hätte müssen. Da wäre mehr drin gewesen. Aber vielleicht klappt’s ja an einem der nächsten Sonntage.

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31. Mai 2008

The Boys of Summer

Ja, Baseball ist voll im Gange und meine geliebten Cubs sind am Gewinnen. Erst gestern von 8-0 zurückgekommen und noch gewonnen. Nicht schlecht, auch wenn ich es leider nicht live mitverfolgt habe. Draussen ist es heiss, also mal sehen womit ich dieses Wochenende mir die Zeit vertreiben werde. Nichtstun, schlafen… das klingt mal nach einem Plan. Vielleicht für euch eine von mindestens drei unfertigen Buchrezensionen vervollständigen, sind ein paar Schmankerl dabei, soviel kann ich euch versprechen.

Vielleicht wieder online ein paar Dollar beim Poker verdonken oder meine Fantasy Baseball Teams bemitleiden die beide sauber im Mittelfeld dahingrundeln ohne Chance auf Besserung. Das klingt irgendwie bekannt…

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27. März 2008

Chris Webber und ein Abschied

Chris Webber mit Tyra BanksAls mir vor 16 Jahren das erste Mal ein Basketball in die Hände gedrückt wurde, begann eine neue Zeit für mich. Kein blödes Soccer aufgezwungen und das erste Mal machte Sport Spass. Natürlich auch passiv, damals gabs auf DSF NBA-Spiele zu sehen und im College gab es da ein weithin beachtetes Team: Michigan’s Fab Five. Angeführt von Chris Webber. Nicht schwer zu erkennen wer mein liebster Spieler sein würde. Über Jahre.

Basketball-Sammelkarten en masse, Jerseys und vieles mehr mit seinem Namen und Konterfei zierten meine Umgebung oder mich.

Doch nun ist es vorbei. Chris Webber geht in die Basketball-Pension. Ohne Meisterschaftsringe aber mit Hall of Fame würdigen Statistiken. Mehr als 20 Punkte, 9 Rebounds und 4 Assists pro Spiel. Und Vielen die ihn für einen der besten Power Forwards aller Zeiten halten.

Sehr schön geschildert wird das ganze von J.A. Adande auf ESPN.

Nothing lasts forever. My memories will.

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