29. Juli
2010
Mortimer Tate überlebt das Ende der Welt in einer Höhle in den Bergen von Tennessee. Neun Jahre später macht er sich auf den Weg zurück. Überall sind kaputte Autos, Räuberbanden und Strom kommt von Menschen auf Standfahrrädern. Doch worauf lässt sich eine neue Zivilisation aufbauen? Richtig, auf einem Strip Club. Hier ist das Bier kalt, die Tänzerinnen heiß und die Rauswerfer haben automatische Gewehre. Zusammen mit der hinreißenden Sheila, Buffalo Bill und dem Bergsteiger Ted macht sich Mortimer auf nach Atlanta, um seine Ex-Frau zu finden. Und ganz nebenbei über das Schicksal der Menschheit zu entscheiden…
Go-Go Girls of the Apocalypse ist mal was ganz anderes. Endzeitstimmung mit viel Humor und schräger Action führt zu einem atemberaubenden Lesetempo. Könnte etwas länger sein aber es dürfte Nachschub geben. Zum Glück.

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26. Juli
2010
Gute Menschen reizen die Geduld, böse reizen die Fantasie.
Oscar Wilde
Wenn du jetzt Oscar Wilde Glauben schenkst, dir aber schwer tust, also etwas Nachhilfe brauchst, kein Problem. Nicht jeder ist so bösartig geboren mit kreativen Sprüchen gesegnet. Sehr hilfreich hierfür ist der kleine Band Böse Sprüche für jeden Tag: 366 befreiende Gedanken. Für jeden Kalendertag gibt es einen bösen Spruch, ein böses Zitat; von Idi Amin bis Ayrton Senna leistet jeder seinen Beitrag.
Einige der Sprüche sind hochgeistig bis hochgestochen, werden also am Ziel ihre Wirkung verfehlen, aber darum geht es nicht. Soll der Idiot sich dabei nichts denken oder schleunigst zu einer Ausgabe von Wikipedia eilen um deine Beleidigung zu entschlüsseln, entweder hat sie die Wahrheit offenbart oder mit Verspätung doch noch getroffen.
Für den Alltagsgebrauch ist es also nicht perfekt geeignet, aber zur Einstimmung oder auch als Grundlage für eigenes Sprüche-Klopfen eine hervorragende Basis. 
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12. Juli
2010
So mancher hat sehr viel zu erzählen und sollte das auch tun. Oder ein Buch schreiben. Aber nicht jeder der viel zu erzählen hat sollte ein Buch damit füllen. Darunter sind viele Militärstrategen. Sie mögen begnadete Generäle sein aber wenn sie Bücher schreiben werden es mit unzähligen Details gefüllte Schinken.
Nicht so B.H. Liddell Hart. Sein Buch Strategy wird mittlerweile als The Classic Book On Military Strategy angepriesen.
Schon im Vorwort wird der indirekte Ansatz empfohlen. Vor allem aus zwei Gründen:
- Direkte Angriffe auf einen vorbereiteten Gegner schlagen so gut wie immer fehl und sollten nicht versucht werden.
- Um einen Gegner zu besiegen, muss man ihn vorher aus dem Gleichgewicht bringen, was nicht durch den Hauptangriff geschieht sondern durch geschicktes Manövrieren davor.
Von den alten Griechen und Römern bis zu erstem und zweitem Weltkrieg werden Beispiele angeführt. Klingt ein wenig nach Geschichtsunterricht macht aber Sinn und besteht nicht nur aus Jahreszahlen auswendig lernen. Und macht deutlich mehr Spass beim Lesen. Liddell Hart hatte ja auch mehr Einfluss auf zum Beispiel den zweiten Weltkrieg.

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