9. März
2010
Poker Winners Are Different: Sieger beim Pokern sind anders. Anders als was oder wer? Na, als Verlierer natürlich. D’uh. Alan Schoonmaker wieder am Werk, diesmal weniger belehrend oder abschwächend sondern aufdeckend, was echte Gewinner machen. Auch wenn es unschön sein mag oder gesellschaftlich nicht zu hundert Prozent akzeptiert.
Gewinner sind motiviert und diszipliniert; kontrollieren ihre Reaktionen auf Gefühle; managen Risiko und Informationen, auch die Informationen die sie anderen geben; fokussieren auf die wichtigen und richtigen Themen; handeln entschlossen.
All das wird genauer erläutert, aber auch wie man sich selber diese Fähigkeiten und Einstellungen aneignen oder sich ihnen annähern kann.
Alan Schoonmaker komplettiert hiermit seine Poker-Trilogie, die sich nicht nur designmässig ähnelt und komplettiert. Er schreibt gewohnt lässig und mit Anekdoten versehen über das Gewinnen. Also handelt entschlossen und schaut euch Poker Winners Are Different an.
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2. März
2010
Es ist Anfang März und damit bald wieder Zeit für den St. Patrick’s Day. Zur Einstimmung darauf… nein, kein grünes Bier, sondern etwas James Joyce. Finnegans Wake: Gesammelte Annäherungen sind ein, eigentlich mehrere, Versuche einer Übersetzung. Wieso mehrere und wieso Versuche? Nun ja. Man lasse mich Wikipedia zitieren:
Finnegans Wake gilt als eines der bemerkenswertesten, aber auch der am schwersten verständlichen Werke der Literatur des 20. Jahrhunderts
Ich werde mich also hüten, hier eine Rezension abzuliefern. Doch ein wenig muss erzählt werden: Tim Finnegan, ein irischer Baumeister, steigt auf eine Leiter, fällt hinunter und bricht sich das Genick. Auf seinem Begräbnis wird eine Flasche Whisky auf seinem Sarg zerbrochen und er erwacht wieder zum Leben.
Dieser Aufstieg und Fall soll sich in den anderen Kapiteln und sogar Aufstieg und Fall der gesamten Menschheit widerspiegeln.
Das Besondere an der Sprache ist die Vermischung der englischen Sprache mit anderen und die Mehrdeutigkeit die allen Wörten innezuliegen scheint.
Was soll man sonst erzählen? Manche gelehrte Menschen meinen, in Finnegans Wake gar keinen Roman erkennen zu können. Wird also schwierig. Auf jeden Fall fühlt man sich mit Finnegans Wake in der hauseigenen Bibliothek wunderbar gewappnet und hat sich nach dessen Lektüre ein grünes Bier verdient. Aber erst am 17. März.
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16. Februar
2010
Bringing Down the House: The Inside Story of Six MIT Students Who Took Vegas for Millions. Was für ein Titel. Und was für ein Vergleich dazu der Titel des dazugehörigen Films: 21.
Ja, 21 will man haben wenn man am Blackjack-Tisch sitzt. Oder nicht? Nein, eigentlich will man nur den Dealer schlagen, der aber Karten nehmen muss bis er auf 17 oder mehr kommt. Also kann es richtig sein, mit 14 keine Karte mehr zu nehmen. Und das ist nur aller-einfachste Blackjack Strategie. Aber schon diese kommt im Film so gut wie gar nicht vor, hat aber im Buch einen deutlich höheren Stellenwert. Was es sehr sympathisch macht.
Abgesehen davon hat es ausreichend Spiel, Spass, Spannung. Ein Student des MIT wird Mitglied des Blackjack Teams. Er lernt Kartenzählen, geht mit dem Team nach Las Vegas und gewinnt. Gewinnt viel. Sogar sehr viel. Dadurch erregt er natürlich die Aufmerksamkeit der Casinos. Zuerst als Highroller, als Spieler der viel setzt. Solche wollen die Casinos natürlich nicht verlieren. Das Team bekommt Sitze in der ersten Reihe zu Schwergewichtstitelkämpfen, die besten Suiten, und noch so einiges mehr. Denn irgendwann verliert jeder, da das Casino einen statistischen Vorteil hat. Nicht jedoch gegen das MIT Blackjack Team. Auch darauf werden die Casinos aufmerksam.
“Bringing Down the House” vom Autor Ben Mezrich behandelt über weite Strecken das Hoch des Teams, die Gewinne und das Las Vegas der Highroller. Umso gespannter wartet man auf das Ende; dreht sich das Glück noch? Ich will hier nicht zuviel verraten, wer den Film kennt weiss es schon, wer ihn nicht kennt kann es sich denken. Nachlesen bringt dennoch Freude.
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