9. Januar
2012
Neal Stephenson ist zurück und haut uns mit Reamde ein weiteres Machtwerk um die Ohren, in dem es im Eiltempo und durch verschiedenste Handlungsstränge rund um die ganze Welt geht.
Hauptfigur ist wohl Zula: die Freundin eines Hackers, der Probleme mit Kunden bekommt. Blöderweise ist der Kunde die russische Mafia. Unter den gekauften Daten war auch ein Virus. Also werden Zula und ihr Freund nach China entführt, um den Virusschreiber zu finden. Doch dort geraten sie an islamische Terroristen. Um von diesen nicht getötet zu werden, erzählt Zula von ihrem reichen Onkel. Und so geht es zurück nach Kanada.
Wie wir es erwarten, begnügt sich Neal Stephenson nicht mit einem Handlungsstrang. Die Wendungen sind nicht, wie so oft, erzwungen, vorhersehbar und nur mit deus ex machina erklärbar. Stephenson vereint hier einige seiner bereits in Büchern verwerteten Spezialgebiete: Geld (The Baroque Cycle), Computer (Interface), Südostasien (Cryptonomicon). Es ist ein wunderbares Buch und besser als die Gesamtwerke anderer Autoren *hust*Dan Brown*hust* wenn auch nicht ganz sein Meisterwerk. Dennoch sollte man es gelesen haben.
Reamde ist auch auf Amazon.de erhältlich.
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2. Januar
2012
Die Footballsaison nähert sich ihrem Höhepunkt: den Playoffs und der Super Bowl. Wer mehr wissen will, als welche alten Knacker bei der Halftime Show alle in den Schlaf wiegen werden, kann sich Blood, Sweat and Chalk zulegen. Tim Layden erzählt von den Ursprüngen der grossen Offensiven und Defensiven der Football-Geschichte und von deren Erfindern. Die Kapitel handeln vom Single Wing bis zur Spread Offense auf der einen Seite, und vom Blitz bis zu neuartigen 4-2-5 Defenses aus Highschool und College-Football auf der defensiven Seite.
Es wird einem einiges klarer, und unterhaltsam ist es auch. Um wirklich klugscheissen zu können, braucht man noch mehr Wissen, aber mit Football-Geschichte kann man schon mal ganz gut angeben.
Blood, Sweat & Chalk ist auch auf Amazon.de erhältlich; wenn auch teurer: ich empfehle weiterhin die Links weiter oben zu The Book Depository.
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27. Dezember
2011
Welch Glück! Wieder mal hiess es bei Poker-Community: Gewinnspielsieger Christoph Weber gewinnt zwei Tickets für das Pokerturnier Bounty on Glam Girls. Die Glam Girls sind eine Truppe untergewichtiger Hupfdohlen. Fesch anzuschauen aber auch Leichtgewichte am Pokertisch. Das Problem dabei: es gab ein Re-Entry. Als ich eine der Glam Girls, Linh (siehe Foto), alle Chips abgenommen habe, durfte sie sich noch einmal neu einkaufen. Also gab es kein Bounty für mich, und kurz darauf wurde sie umgesetzt und dann gab es auch keine Chance mehr auf ein Bounty. Zumindest nicht für mich, da ich dann wieder mal kein Glück und zweimal Pech hatte und dann auch schon draussen war. Rechtzeitig, um die Ubahn zulasten der mitternächtlichen Tanzshow zu erwischen.
Die Zeit dazwischen war sehr unterhaltsam: zwar liegt die Poker World am anderen Ende der Stadt, aber sie bietet kleine feine Pokerturniere an. Diesmal waren es sieben oder acht Tische, also überschaubar. Bis Mitternacht war das Turnier aber noch lange nicht fertig, was nicht nur an der Verspätung eines Glam Girls, den langen (Tanz)pausen oder den re-Entries lag, sondern auch am eher späten planmäßigen Turnierstarts um 20 Uhr. Da sind mir andere Locations lieber, die um 19 Uhr beginnen. Ansonsten gibt es aber nichts auszusetzen. Die Mannschaft ist um den Gast bemüht, die Dealer kompetent, und es gibt immer wieder mal Poker Parties. Zusätzlich gibt es jeden Freitag die Bring A Friend Aktion: wer einen neuen Spieler mitbringt, bekommt das BuyIn geschenkt. Sie wird mich wiedersehen, die Poker World. Ob ich nun Tickets oder Turniere gewinne oder nicht.
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