16. April 2012

How to Hustle Home Poker – John Fox

How to Hustle Home Poker von John Fox ist ein oft referenzierter Klassiker. Also, eigentlich von Klassikern oft referenzierter Klassiker. Ein Meta-Klassiker sozusagen. Das mag daran liegen, dass das Buch aus dem Jahre 1981 stammt. Hinweise zu aktuellen Pokervarianten sollte man sich nicht erwarten, dafür liefert Fox zahlreiche Tipps, die immer gelten werden.

So verwundert es nicht, dass der Großteil des Buches von der Auswahl der Gegner handelt. Die besten Gegner sind die schwächsten Spieler. Fox erklärt, was einen schlechten Spieler ausmacht und welche schlechten Eigenschaften für einen besseren Spieler am profitabelsten sind. Findet man nun einen passenden Wunschgegner, geht es nur mehr darum, diesen zur eigenen Pokerrunde zu bekommen. Und ihn zu behalten. All das wird von John Fox behandelt. Zum Drüberstreuen gibt es Geschichten über Mike Caro, wie er mit Hustles, Wetten und Kartenspiel zu Geld kam.

How to Hustle Home Poker ist sehr lesenswert. Pokerstrategie kann man daraus nicht lernen, dafür umso mehr vom rundherum. Das einzige Problem ist, dass das Buch eben alt und kaum verfügbar ist. Meine signierte Ausgabe war beileibe kein Schnäppchen: dafür ein umso größeres Prunkstück meiner Bibliothek.

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10. April 2012

Hitting the Nuts

Hitting the Nuts erzählt die wahre Geschichte des grössten Pokerturniers des Jahres. Des grössten Turniers in Scott County, Indiana. Nach und nach lernen wir einige der Spieler kennen:

  • den Prediger, der sich verkleidet, um unerkannt zu bleiben
  • die Kellnerin mit dem grossen Paar
  • der Vorjahressieger, der noch bei seiner Mutter wohnt… und nur gewonnen hat, weil der eigentliche Sieger gestorben ist
  • den klassischen Redneck, der seinem minderjährigen Sohn einen falschen Ausweis besorgt, damit dieser mitspielen kann
  • und Ezekiel, den amischen Bauern, der mit dem Preisgeld seinen Hof retten will

All diese und noch viele viele mehr finden sich im Keller des Bestattungsinstituts zusammen, der Sieger soll 20.000 Dollar Preisgeld bekommen. Und natürlich treffen wir die Hauptdarsteller allesamt am Final Table wieder.

Der gesamte Film und jeder Text wurde improvisiert. Es ist zum Schreien komisch. Und nur manchmal zum Fremdschämen. Ob man will oder nicht, man findet sich hineingezogen in die Kleinstadt im Nirgendwo in Indiana, mit all ihren seltsamen und doch typischen Lokalen, Geschäften und Einwohnern. Wieso Hitting The Nuts auf IMDb nur mit 2,9 bewertet ist, werde ich nie verstehen: vielleicht weil ich dort (ausnahmsweise) nicht registriert bin und damit nicht mitstimmen kann. Oder will. Egal. Ich finde den Film wunderbar unterhaltsam.

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17. Februar 2012

WBCOOP 2012

Die World Blogger Championship of Online Poker (WBCOOP) ist wieder da. Nach meinem famosen Beinahe-Erfolg 2007, als ich dann doch gegen den späteren Sieger ausgeschieden bin, natürlich nach einem Bad Beat, gibt es wieder die Chance auf eine Revanche. Die WBCOOP ist seither doch deutlich gewachsen und besteht nun aus dreissig Events. Die diesjährige Serie läuft vom 23. Februar – 4. März mit mehr Turnieren als je zuvor in den unterschiedlichsten Spielformaten und einem $5.000 Main Event. Zudem gibt es Preisgelder bis zu $5.000 für den besten Blogger, den besten Live-Tweeter sowie für Spieler, die in der WBCOOP-Rangliste die meisten Punkte erzielen!

Die Preise sind auch diesmal wieder recht ansehnlich. Werde ich dieses Jahr geduldiger sein können? Nun, vielleicht zumindest in einem der zehn Events, an denen ich dann teilnehmen darf. Aber nur vielleicht. Ein guter Start wäre es auf jeden Fall, wieder jeden sechsten Pott ohne Showdown zu gewinnen (hehehe). Eventuell noch mehr Showdowns gewinnen als sechzig Prozent. Das wäre nett. Zur Abwechslung.

PokerStars.com. lässt sich auf jeden Fall immer wieder was Nettes einfallen. Wenn ihr selber auch Blogger seid, müsst ihr nur einen Post schreiben mit ungefähr 500 Wörtern oder ein kurzes Video veröffentlichen, dieses dann unter der Adresse http://www.pokerstars.com/de/blog_tournament/ bekannt geben, und schon solltet ihr eure zehn Tickets in eurem PokerStars Account vorfinden.

Natürlich werde ich auch vesuchen, euch nach der WBCOOP mit einem Bericht zu erfreuen. Wenn ich nicht gerade meinen ganzen Gewinn auf den Bahamas verprassen muss (unwahrscheinlich!). 2007 hatte ich ja eine erfolglose Auseinandersetzung mit dem späteren Sieger parreira aus Portugal oder so. Schade drum, aber ich wollte das nette Chipset gewinnen (will ich immer noch). Das hätte sich sehr gut gemacht bei mir daheim. Dieses Mal gibts also Geld zu gewinnen. Das würde sich auch sehr gut in meinem Geldbörsl machen.

Ansonsten wäre das Preisgeld eine willkommene Addition zu meiner bescheidenen Poker Bankroll. Und es wären dann auch mehr grössere Turniere möglich, und dann auch noch mehr Einträge für Christoph Weber in der Hendon Mob Database. Der eine von der Greek Poker Tour ist ja schon mal was zum Herzeigen, aber noch recht einsam.

Meine persönlichen Highlights der diesjährigen Serie wären die Turniere: NLHE Triple Shootout am 24. Februar, am Tag darauf das NLHE 6max, und am 27. Februar das NLHE 4-max: Agression pur. So soll es sein. Kein blödes Herumgewarte sondern viele Hände und Flops spielen.

Fixed Limit werde ich eher auslassen, PLO nur wenn es sich zeitlich nicht anders ausgehen sollte. Was oft der Fall sein wird, da die Startzeiten doch wieder mal sehr US-freundlich sind. Und damit nicht optimal für Europäer die noch nebenbei was anderes tun, sei es herum sandeln oder arbeiten, das sei jedem selbst überlassen.

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