X-Men Origins: Wolverine

X-Men Origins: WolverineOft scheine ich über Filme ja nicht zu schreiben, und dann gibt es eine Häufung an X-Men Filmen wie es scheinen mag. Nun, Kino und Fernsehen ist mir zu statisch. Zeitaufwändig. Blöd sogar. Nicht so in diesem Fall. Erstens mag ich die X-Men Filme, zweitens heisst die Hauptfigur in diesem Fall so wie die Teams der University of Michigan. Wolverine. Diesmal geht es nur um ihn und seine Herkunft, in X-Men Origins: Wolverine.

Actionreich begibt man sich also in die Vergangenheit wenn man über einen kurzen Prolog der Kindeszeit hinwegsehen mag. Bumm Krach Schepper. Sehr schön. Schön, ach ja, auch ohne zweier Bondgirls sind die Mädls in dem Film natürlich recht nett anzusehen. Und natürlich ist wie immer eine Frau an allem schuld. Diesmal daran dass sich Wolverine das Skelett mit Adamantium verstärken lässt, was ihn erst zu der aus den vorigen Filmen und Comics bekannten unzerstörbaren Kampfmaschine werden lässt.

Was dann noch fehlt? Probleme mit der Familie: Check. Anspielungen auf vorhergehende/folgende Filme: Check. Action: wie schon angemerkt Doppel-Check.

Die Handlung lässt natürlich wenig Spielraum für Überraschungen da man ja die zeitlich folgenden Filme und das Marvel Universum generell schon kennt. Aber wegen der Handlung sieht man sich auch keine Comicverfilmung an. Mir hat der Film ebenso wenig überraschend gut gefallen und ich könnte mich eventuell dazu hinreissen lassen, ihn mir ein zweites Mal anzusehen.

Commonwealth – Joey Goebel

Commonwealth – Joey GoebelCommonwealth. Was für ein Wort! Doch halt, bevor wir uns an umfangreiche Territorien gewöhnen, das Buch von Joey Goebel hat damit nichts zu tun. Es spielt sich in einem kleinen Bezirk in den USA namens Commonwealth County folgendes ab: Blue Gene, der jüngere Sohn einer der reichsten Familien der Vereinigten Staaten will seine Erbschaft nicht. Er lebt in einem Trailer, hat eine Gnackmattn, einen miesen Job. Er ist ein Redneck. Und ganz zufrieden so.

Doch sein älterer Bruder will in den Senat gewählt werden. Also kommt es wieder zu Gesprächen zwischen dem schwarzen Schaf und dem Rest der Familie. Nun muss ich kurz abschweifen: wieso bekomme ich von meiner Familie Bücher über semi-autistische Kinder mit Zahlenticks oder schwarze Schafe der Familie? Ich weiss es nicht…

Nun gut, Joey Goebel beschreibt sehr schön und humorvoll den Unterschied zwischen der „einfachen“ Bevölkerung und dem Geldadel. Doch wie sein Foto auf der Rückseite (Abschweifer #2) zeigt, ist er ein kleiner skeptischer Mensch der viel zu gut ist für diese Welt. Eine Punkrock-Göre mit kommunistischen Tendenzen und (Überraschung!) abgeschlossenem Politikwissenschaftsstudium überzeugt Blue Gene von der Böshaftigkeit des Kapitalismus und seiner Familie im Speziellen. Dass sie im Laufe des Textes ihre kommunistischen Propagandalügen selber revidiert, ist typisch für totalitäre Regime wie den Kommunismus und also nicht überraschend. Ist das obere ein Prozent der Bevölkerung am Anfang noch im Besitz von 90% des Geldes, sind es gegen Ende in einer öffentlichen Rede nur mehr 38%. Sehr schön. Nebenbei noch kommunistische Vereine mit lustigen Abkürzungen belegen um von der Ernsthaftigkeit des Themas abzulenken erinnert mich an österreichische Studentenpolitik. NAIL klingt ja lustig aber nicht wenn es für Neo-Anti-Imperialist-League steht.

Denn diese wird im Verlauf der Story begründet und nachdem sich die Punkrockerin zweimal selber aufdrängt wird sie natürlich die Chefin und Gegenkandidatin zu Blue Genes Bruder. Als Chef lebt es sich ja auch im Kommunismus ganz gut.

Da ich nicht so bin, habe ich das Buch fertig gelesen, zuerst ist es ja ganz witzig, am Ende eher traurig. Aber diese kommunistischen Anwandlungen dazwischen sind einfach nur zum Kotzen. Wer sich von Lügen und Raunzereien einwickeln lässt, sollte die Hände davon lassen, wer ein eigenes Hirn besitzt und nicht darauf reinfällt, der sich Commonwealth mal ansehen.

The Road – Cormac McCarthy

Der letzte Eintrag ist schon fast eine Woche her, und das Buch das ich euch heute vorstellen möchte, habe ich schon viel früher gelesen. Aber jetzt passt es ganz gut da wir weiter bei post-apokalyptischen Geschichten bleiben. Nach Fallout 3 nun also The Road. Geschrieben von Cormac McCarthy der nicht gerade für aufheiternde Literatur bekannt ist.

Es hat also wieder mal gekracht. Die Infrastruktur der USA liegt in Trümmern, es gibt kein Wasser, keinen Strom, kein Nichts. Und es ist sehr kalt. Also sieht sich ein Vater genötigt mit seinem Sohn noch vor dem Winter aufzubrechen gen Süden. Dabei plagt sie neben Hunger auch noch hin und wieder Banditen. Sie sind also „on The Road“. Soweit zum Titel und zur Handlung… denn viel Handlung gibt es nicht, die Strasse ist lang und monoton, die Stimmung nicht die Beste. Dennoch geht es nicht ganz ohne Humor ab, auch wenn der fehlplatziert zu sein scheint.

Nicht ganz zu Unrecht hat McCarthy schon einige Preise erhalten – sein Schreibstil passt sehr gut zu den Gegebenheiten. Die Strasse ist lang und schnörkellos geht es durch eine Welt die mehr Widrigkeiten als Hoffnung zu bieten hat. Aufmunternd ist es nicht, also vielleicht nicht die perfekte Strandlektüre aber bis dahin dauert es ja (hoffentlich) noch ein wenig: genug Zeit für euch The Road zu lesen.