A Peace to End All Peace

A Peace to End All PeaceVom Nahen und Mittleren Osten hören wir meistens nur im Zusammenhang mit Problemen. Verschiedene Religionen, Ansichten, Nationen und Ziele führen zu einem explosiven Umfeld. Die Zerwürfnisse zwischen, unter anderem, Arabern und Israelis sowie den verschiedenen irakischen Sekten sind alle mitbegründet in der Hinterlassenschaft der Alliierten nach dem Ersten Weltkrieg.

In A Peace to End All Peace werden die Jahre 1914 bis 1922 behandelt, und es wird gezeigt wie und warum die Alliierten welche Politik verfolgten und welche Grenzen zogen. Sehr umfassend widmet sich das Buch den Wendungen und Entscheidungen, die getroffen wurden und die heute noch für Konflikte und Probleme sorgen. Sehr spannend ist auch das neue Nachwort des Autors aus dem Jahre 2009 das die jüngeren Entwicklungen in der Region anspricht.

David Fromkin wirft dem werten Leser in atemberaubendem Tempo Fakten um die Ohren. Für viele (belegte) Tatsachen würde er sich im heutigen Österreich wegen Verhetzung vorm Richter wiederfinden. Dennoch bleiben es Tatsachen, und das Buch wurde durchaus berechtigt zu einem Times-Bestseller. Die Geschichten fesseln den Leser an die Geschehnisse rund um Protagonisten wie Winston Churchill. Die Faktendichte wird durch eine lange Literaturliste belegt, hindert aber nicht an einem spannenden und lehrreichen Lesevergnügen.

Machete schickt keine SMS

Lindsay Lohan in MacheteMachete mag keine SMS schicken aber er bringt verdammt noch mal viele Menschen um. Ein mexikanischer Ex-Polizist gefangen in einem Netz aus korrupten Politikern, Drogenschmugglern, illegalen Einwanderern und Schleppern und Menschen jagenden Bürgerwehren, das ergibt ein gewaltiges Gewalt-Spektakel. Seine Lieblingswaffe sorgt für so manche Schnittwunde aber für noch mehr rollende Köpfe.

Machete ist voller wenig sinnvoller Handlung und ebenso sinnloser Gewalt und kaum ein Klischee wird nicht bedient: die Krankenschwestern haben kurze Röcke (Hallooo Schwester!), Lindsay Lohan (leider in blond aber dennoch: Hallooo Schwester!) verwandelt sich von der drogensüchtigen Internet-Softporno-Darstellerin zur Nonne mit der grossen Kanone. Dazwischen der korrupte Politiker, ein texanischer Waffennarr oder zwei oder drei, dazu die mexikanische Schlepperin mit den hehren Idealen.

Robert Rodriguez macht gut, was er in El Mariachi wunderbar begonnen aber mit Desperado zerstört hat. Den Film sollte man gesehen haben. Wer kein Blut sehen will, es gibt sicher mal eine zensierte Version, die kann man sich dann in einer Fünfminutenwerbepause ansehen.

The Professional Poker Dealer’s Handbook

Always put accuracy and technique before speed.

The Professional Poker Dealer's HandbookSchon vor dem ersten Kapitel wird darauf hingewiesen, dass es wichtiger ist, genau zu sein als schnell. Das zeigt, dass The Professional Poker Dealer’s Handbook wenig an Aktualität eingebüßt hat seit der Erstveröffentlichung 1997. Dann beginnt der offizielle Teil mit den Motiven des Casinos, der Spieler und des Dealers. Das mag wenig mit dem Dealen zu tun zu haben, aber das Buch ist sehr gründlich.

Anhand von Beispielen und Übungsaufgaben wird einem der Job eines Pokerdealers erklärt. Das beginnt beim Spielverständnis und den Regeln, der unverzichtbaren Technik und endet mit Tipps, wie man einen Job als professioneller Dealer bekommen kann. Zum Abschluss gibt es noch eine Übersicht wie man einen Dealerkurs in 100 Stunden organisieren sollte. Turniere, Cashgames, Rake, Side Pots… nichts wird ausgelassen. Auch nicht die Frage wie man mit Betrügern umgeht, um die Integrität des Spieles zu wahren.

Wer sein Glück als Profi im Pokerbusiness versuchen möchte, findet in dem Buch einen guten Freund und Helfer, wird aber an einem Dealerkurs dennoch nicht vorbeikommen. Für interessierte Spieler, und sei’s für die Heimrunde, ist das Buch ebenfalls zu empfehlen.