Google Reader

Update: Google Reader ist tot, lang lebe feedly.

Wer noch keinen RSS-Feedreader benutzt, sollte dies schleunigst tun. Und wer dazu noch auf verschiedenen Computern online ist, sollte sich Google Reader ansehen. Damit liest man RSS-Feeds online, und man ist überall am neuesten Stand, was gelesene und ungelesene Artikel angeht.

Mit dem Internet verändert sich die Art des Lesens. Es gibt kein wahlloses Durchgeblättere in Zeitungen mehr, nur um dann feststellen zu müssen, dass einen gar nichts davon interessiert. Jedoch gibt es auch keine Seite mit Comics mehr. Na gut, hat es in Österreich nie gegeben. Dafür so Schwachsinn wie diese Babyserie, die außer bekackt nur mehr beknackt ist.

Comics gibt es dafür zuhauf im Internet, wie zum Beispiel Order of the Stick. Die kann man bookmarken. Da aber nicht alle täglich veröffentlicht werden, schaut man öfter ins Leere, also auf alte Strips, als auf neues Material. Oder man abonniert die RSS-Feeds, die einen auf Neues aufmerksam machen. Dann muss man sich auch nicht mehr merken, welche man bereits gelesen hat und welche nicht: eine Wohltat für die Offline-Urlauber unter uns. Doch was, wenn man mehrere Computer benutzt? Dann wird man mit Feeds alleine nicht glücklich.

Google Reader ist nicht viel mehr als ein online RSS-Feedreader aber sehr praktisch. Denn nun hat man egal auf welchem PC immer den Überblick, was man bereits gelesen hat. Und natürlich kann man sich wichtige Artikel fürs spätere Nachlesen markieren. Eine gute Ergänzung hierzu ist immer noch toread.cc, das einem Webseiten per Email zustellt.

The Dalkey Archive – Flann O’Brien

The Dalkey ArchiveEines ist klar: Flann O’Brien hatte ein sehr spezielles Verhältnis zu Fahrrädern. Ein eher schlechtes, aber er konnte es recht witzig verpacken. So kam es zu dem Polizisten Sergeant Fottrell und seiner Mollycule Theory. Ohne hier zwei Seiten zitieren zu wollen, belasse ich es bei diesem Teaser zu The Dalkey Archive.

Ansonsten geht es um Mick, einem ziemlich farblosen Iren, dessen Leben allerdings einige unverhoffte Wendungen nimmt. Da wären De Selby, der einen grandiosen Plan hat. Sowie der schon erwähnte Sergeant Fottrell. Damit nicht genug,tritt auch noch James Joyce auf den Plan. Und immer dabei ist sein Freund, nur Hackett genannt, und ab und zu auch seine Freundin. Und keiner davon ist darauf aus, Micks Leben einfacher zu gestalten.

Der Autor hat einiges aus dem damals unveröffentlichten Werk The Third Policeman wiederverwendet. So auch den „idiot savant“ De Selby. Dennoch ist es ein gänzlich anderes Buch. Auch gänzlich anders als alles andere, das ich je lesen durfte. Es ist irr. Es ist witzig. Das Ende kommt etwas unverhofft und enttäuschend. Vor allem auch, da das Gesamtwerk Flann O’Briens damit fertig gelesen ist. Hätte er doch nur mehr geschrieben…

The Hard Life – Flann O’Brien

The Hard Life von Flann O'BrienNur mehr ein Monat, dann ist es wieder so weit: die Welt wird grün, vor Neid, vor Lebensmittelfarbe, vor Rausch. St. Patrick’s Day. Um sich das Irisch Sein Für Einen Tag zu verdienen, gibt es irischen Lesestoff. Für Ulysses würde es etwas knapp, also gibt es Flann O’Brien’s The Hard Life zu lesen.

Das harte Leben eines irischen Jungen um die Jahrhundertwende (1900, faith!) wird recht anschaulich geschildert. Die Hausaufgaben werden mühselig erledigt am Tisch geteilt mit dem immerfort Whiskey trinkenden Onkel und seinem Freund, Father Fahrt. Nicht nur der Onkel betreibt mysteriöse Geschäfte (mit dem Geschäft, wie sich später herausstellen wird) sondern auch der große Bruder wird zum geschäftsfreudigen aber nicht geschäftstüchtigen Unternehmer. Und dennoch darf es für die Iren kein all zu gutes Ende nehmen bei O’Brien.

Vor Rätsel stellen einen manche der irischen Spezialausdrücke, was wiederum auf mangelndes Irisch-Sein beziehungsweise Mangel an grünem Bier zurückzuführen ist. Dennoch ist es lustig, und dennoch etwas traurig und bedrückend, wie die Iren eben so sind, aber eminent lesbar und fesselnd. Wie die bereits gelesenen Bücher von Flann O’Brien, ist auch The Hard Life etwas bedrückend und witzig, irisch-unverständlich und verzückend wortgewaltig.