Gil’s All Fright Diner – A. Lee Martinez

Gil's All Fright DinerEarl und Duke sind zwei ganz normale, typische Rednecks. Nun ja, nicht ganz. Earl ist ein Vampir und Duke ist ein Werwolf. Sie kehren in Gil’s All Night Diner ein, als plötzlich Zombies das Lokal überfallen. Kein Problem für einen Vampir und einen Werwolf, und so versprechen sie Loretta, ihr Zombieproblem zu lösen.

So einfach ist es dann doch nicht, denn nicht nur Earl und Duke ziehen seltsame Phänomene an sondern das Diner selbst steht im Mittelpunkt einer magischen Verschwörung die zum Ziel hat, die alten Götter heraufzubeschwören und das Ende der Welt einzuläuten. Auf einmal ist es nicht mehr ausreichend, Werwolf und Vampir zu sein. Oh nein. Doch aufgeben tun die beiden dennoch nicht und verstricken sich so immer tiefer in einem aberwitzigen Kampf gegen den Weltuntergang.

A. Lee Martinez wurde für Gil’s All Fright Diner mit Lob überhäuft und mit Preisen ausgezeichnet. Und das zu Recht. Den Leser erwartet ein witziges Buch über ungewöhnliche Gestalten und sehr ungewöhnliche Ereignisse. Eines sollte man mit Earl und Duke jedoch gemeinsam haben: sich selbst oder das Buch nicht all zu ernst zu nehmen. Griesgräme und Miesepeter würden das Buch ansonsten für übertrieben und angestrengt halten. Doch was mögen Griesgräme schon und wer mag Griesgräme? Keiner! Eben. Also viel Spass beim Lesen.

Season of the Witch

Als heimkehrende Kreuzritter marschieren Nicolas Cage und Ron Perlman einer zerklüfteten Küste entlang, das Meer rauscht. Untertitel: Coast of Styria. Jaaa, genau. Was für ein Start für Season of the Witch.

Na gut, der eigentliche Start ist eine Serie an Schlachten. Detailreich. Man könnte es auch eine Serie an Gemetzeln nennen. Sehr schön. Beeindruckend. Bis dann Behmen und Felson abhauen. Doch am Heimweg müssen sie noch eine Kleinigkeit erledigen. Ein Mädchen steht im Verdacht, eine Hexe zu sein und die Pest zu verbreiten. Also soll sie zu einem Kloster gebracht werden, in dem das letzte Exemplar des Buches des Salomon existiert. Mit Hilfe dessen können Hexen und anderes Böses vertrieben werden. Also machen sich die beiden auf den Weg.

Was folgt, ist nicht ganz ein Horrorfilm. Zu Beginn etwas Action, dann etwas Humor, dann etwas Horror. Irgendwie kann sich der Film nicht entscheiden. Ein absoluter Renner wird er so nicht, aber wenn einem fad ist, gibt es Schlimmeres.

Auf Deutsch heißt das ganze dann (kotz!) Der letzte Tempelritter. Erstens ist keiner der beiden der Letzte von irgendwas, denn sie reißen früher als andere ab. Zweitens erfährt man nirgends, ob sie denn wirklich Tempelritter sind. Wie kann man nur so blöd sein wie Filmtitel-Übersetzer?

Tucker and Dale vs. Evil

Tucker and Dale vs. EvilTucker & Dale vs Evil ist ein Must-See. Tucker und Dale, zwei klassische Rednecks sind auf der Fahrt in den Urlaub in ihrer neuen Blockhütte. Dort wollen sie fischen, Bier trinken, sich amüsieren. Doch auch eine Gruppe College-Studenten ist dort um zu campen, und diese schätzen die beiden fälschlicherweise als gemeingefährliche Hinterwäldler ein. Und das soll nicht das letzte Missverständnis sein.

Mit einigen Klischees und sehr viel Humor spielt sich eine irrwitzige Geschichte ab. Der Film gleitet aber nie in den Klamauk ab, sondern ist einfach gut inszeniert. Nicht nur wegen der paar Schnuckis unter den College-Studenten sollte man sich diesen Film unbedingt ansehen.