Krieg der Götter

Freida Pinto in ImmortalsKrieg der Götter musste einfach sein. Ich musste mir ihn einfach ansehen? Nein. Er musste einfach produziert werden – zu erfolgreich waren die Herren mit 300. Also gibt es eben Nachschub, wieder ein antikes Epos bildgewaltig aufbereitet.

Es gibt wohl einige Differenzen zur echten griechischen Mythologie. Wen kümmerts. Theseus wird von Zeus erwählt, die Hellenen gegen König Hyperion zu führen. Hyperion will schliesslich die Titanen befreien und so die Götter stürzen, Rache für die Familie und so.

Freida Pinto ist ganz nett, die griechischen Götter sind ein Männerverein, bis auf Athene, und die kann ihren Gegenstücke bei Xena nicht ausstechen. Ansonsten nett anzusehen, die Übersetzung des Titels ist super kreativ, also scheisse und hat mit dem Original nichts mehr zu tun. Typisch. Tendenziell sollte man sich den Film auf englisch ansehen um diesen Kackübersetzungen aus dem Weg zu gehen.

Far North – Marcel Theroux

Far North – Marcel TherouxMakepeace Hatfield ist eine der letzten Bewohnerin einer Siedlung im hohen Norden Sibiriens. Dort gab es genug Platz für Aussteiger wie ihren Vater, die von der zivilisierten Welt genug hatten. Und sie sollten Recht behalten, zumindest in Marcel Therouxs Buch Far North. Die Welt ging wirklich vor die Hunde.

Denoch scheint es für Makepeace Hatfield eine Zukunft zu geben. Zuerst findet sie eine schwangere Chinesin. Diese stirbt jedoch bei der Geburt zusammen mit dem Kind und so ist sie wieder alleine, nur um von der Vergangenheit eingeholt zu werden. Für Überraschungen ist gesorgt, und auch für witzige Details. So witzig, wie sie in einer Endzeitstimmung nun mal sein können.

Far North kommt nicht ganz an The Road heran, ist aber durchaus spannend. Nur nicht ganz so dystopisch. Da überleben doch tatsächlich nicht wenige Menschen. Darunter nun mal auch Ungustln, Unmenschen, Idioten. Ohne die wäre das Buch vielleicht etwas fad, gut also, dass es sie zumindest im Buch gibt. Denn so gibt es spannende Lektüre für uns alle.

The Pillars of the Earth – TV Serie

Hayley Atwell als Aliena in The Pillars of the EarthEs ist doch nicht alles schlecht, was von dieser grindigen Insel kommt. Acht Stunden Hayley Atwell (siehe auch Captain America) nehme ich jeden Tag.

Hayley Atwell spielt Aliena in der Miniserie The Pillars of the Earth. Ich muss von dieser Serie gehört haben. Wie sonst wäre ich auf den Gedanken gekommen, das Buch dazu zu lesen? Wie auch immer, gut war’s, das Buch hat mir gefallen und die Serie war ein wunderbarer Zeitvertreib.

Die TV-Adaptierung ist lückenhaft und dreht einiges um: so versucht der Drehbuchschreiberling mit Gewalt alle bösen Jungs zumindest ein wenig besser dastehen zu lassen. Alfred ist gar nicht so böse, sondern eher Jack; und die Ausgeburt der Hölle, William Hamley, ist ja nur ein wenig verzogen. Wäre ich Ken Follett, hätte ich ordentlich auf den Tisch gehauen und den Schreiberling zur Sau und arbeitslos gemacht.

Doch genau diese Verschlechterungen des Stoffs zeigen die Grösse des Werks: es ist immer noch spannend und man kann die nächste Folge kaum erwarten. Doch es wird noch besser, ihr müsst gar nicht warten, denn Die Säulen der Erde gibt es auf vier DVDs zu erstehen.