The Pillars of the Earth – Ken Follett

England, Mitte des 12. Jahrhunderts: das Inselvolk wird von Frankreich aus regiert. Die zivilisatorischen Qualitäten auf der Insel lassen zu wünschen übrig. Dennoch ist der Baumeister Tom begeistert von einer Kathedrale, und so wird es zu seinem Lebenstraum, eine Kathedrale nach seinen Vorstellungen zu bauen.
Das ist der Ausgangspunkt von The Pillars of the Earth, zu Deutsch: Die Säulen der Erde. Das Werk umfasst viele Jahre und viele Seiten und endet mit einer fertigen Kathedrale. Die jedoch ganz anders aussehen wird, als Tom sich das erträumte, da es Menschen gibt, die es von der Insel in fortschrittlichere Gebiete geschafft haben und etwas Wissen mitnahmen.

Dazwischen gibt es mittelalterlich-typische Barbareien wie Krieg, Gewalt, Mord, Sex! (Wie aus einer empörten Rezension zu entnehmen ist, sogar „rough sex“! Nicht politisch-korrekt-verdummte Menschen würden das immer noch einfach und ehrlich eine Vergewaltigung nennen. Weicheier!)

Ken Folletts Werk ist kontroversiell: die meisten Bewertungen sind (sehr) positiv oder sehr negativ. Von „nach wenigen Seiten aufgehört“ bis „durchschaubar“ reichen die negativen Kommentare, auf der anderen Seite sind noch mehr Leser davon begeistert. Nun, der Roman ist historisch nicht ungenau aber vielleicht nicht das, was sich manche bei einem historischen Roman erwartet hätten: die Schreibweise ist schnell und teils kurzatmig, wie in einem Thriller wird man durch die Handlung getrieben. Doch das muss nicht schlecht sein. Mir gefällt es ganz gut. Der historische Hintergrund kommt nicht zu kurz, aber wozu sollte man sich noch viel länger mit dem Hintergrund aufhalten, wenn man noch ein paar Jahrzehnte an spannender Handlung unterbringen will? Eben.

gReader – Android App

Das Lesen im Internet kann angenehm strukturiert sein: mit dem bereits vorgestellten Google Reader. Was immer du lesen willst, seien es Comics oder Nachrichten, du wirfst es in den Google Reader und verpasst keine Nachricht mehr.

Auch nicht unterwegs: mit dem Android Smartphone deiner Wahl, also einem Modell mit Android, gibt es zahlreiche Apps, die sich mit dem Google Reader synchronisieren. Nach zahlreichen Tests fiel meine Wahl auf den gReader.

Das Aussehen ist gut anpassbar, die Artikel werden über Formatierdienste an Handy-Displays angepasst: zur Wahl stehen der Google Mobilizer oder Instapapaer Mobilizer. Das Widget am Home Screen zeigt dir die Anzahl der ungelesenen Artikel. Die Bedienung ist dodl-einfach, funktioniert mit definierbaren Gestures und lässt wenig zu wünschen übrig.

Reamde – Neal Stephenson

Neal Stephenson ist zurück und haut uns mit Reamde ein weiteres Machtwerk um die Ohren, in dem es im Eiltempo und durch verschiedenste Handlungsstränge rund um die ganze Welt geht.

Hauptfigur ist wohl Zula: die Freundin eines Hackers, der Probleme mit Kunden bekommt. Blöderweise ist der Kunde die russische Mafia. Unter den gekauften Daten war auch ein Virus. Also werden Zula und ihr Freund nach China entführt, um den Virusschreiber zu finden. Doch dort geraten sie an islamische Terroristen. Um von diesen nicht getötet zu werden, erzählt Zula von ihrem reichen Onkel. Und so geht es zurück nach Kanada.

Wie wir es erwarten, begnügt sich Neal Stephenson nicht mit einem Handlungsstrang. Die Wendungen sind nicht, wie so oft, erzwungen, vorhersehbar und nur mit deus ex machina erklärbar. Stephenson vereint hier einige seiner bereits in Büchern verwerteten Spezialgebiete: Geld (The Baroque Cycle), Computer (Interface), Südostasien (Cryptonomicon). Es ist ein wunderbares Buch und besser als die Gesamtwerke anderer Autoren *hust*Dan Brown*hust* wenn auch nicht ganz sein Meisterwerk. Dennoch sollte man es gelesen haben.

Reamde ist auch auf Amazon.de erhältlich.