Box 21 - Roslund und Hellström

Box 21 – Roslund und Hellström

Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, wie gut Box 21 im Vergleich zur oft damit verglichenen Trilogie des schwedischen Kommunisten Stieg Larsson (Verblendung, Verdammnis und Vergebung). Der Schluss macht es endgültig: es ist um Längen besser. Ungefähr um die Längen, die sich Larsson gönnt.
Wieso die beiden dennoch verglichen werden? Nun, es sind Krimis, die Autoren sind Schweden, und im Mittelpunkt stehen Mädels. Wo es bei Larsson jedoch vor Stereotypen und Schwarz-Weissmalerei nur so strotzt, wo jeder beinahe Superheld oder genial oder superverkommen ist, sind die Figuren bei Roslund und Hellström menschlich. Zutiefst menschlich und bei weitem nicht perfekt.

Es geht um Menschenhandel. Lydia und Alena wurden mit leeren Versprechungen aus den baltischen Staaten nach Schweden gelockt. Was sie dort wirklich erwartet, könnt ihr euch denken. Doch halt! In der Ausführlichkeit von Box 21 wahrscheinlich nicht. Das Hintergrundwissen des ehemaligen Verbrechers Hellström macht sich hier deutlich bemerkbar. Als sich nun die Möglichkeit zur Flucht auftut, nutzen die beiden das. Die eine will heim. Die andere Rache.

Box 21 ist kompakt, spannungsgeladen und lässt einen nicht so schnell los. Gibts noch nicht auf deutsch, aber für Geldsäcke teurer als bei The Book Depository natürlich auch bei Amazon.de

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