Interface - Neal Stephenson

Interface – Neal Stephenson

Es mag nicht immer so aussehen, aber natürlich ist meine Bibliothek nicht allumfassend. Ich besitze zwar The Complete Calvin and Hobbes aber noch nicht mal alle Bücher eines meiner Lieblingsautoren, von Neal Stephenson. Doch ich bin dabei diese Lücke zu füllen, und daher gibt es nun einen Bericht über Interface. Dieser politische Roman oder Thriller entstand mit der Hilfe von Frederick George. Ich weiss nicht was dieser dazu beigetragen hat, wenn ein Mann wie Neal Stephenson sonst doch jede Wissenschaft und und jedes Thema richtig und spannend navigieren kann. Auf jeden Fall scheint der klassische Stephenson-Stil nicht zu stark beeinflusst.

Zum Start ist der Aufbau der Geschichte ungewohnt langwierig und detailliert, was wohl auch an der Kombination einiger komplexen Themen liegt. Der Gouvernour von Illinois, William Cozzano, erleidet einen Schlaganfall und ist halbseitig gelähmt und hat eine Sprachstörung. Doch wie der Zufall oder der Autor es so will, begeben sich einige interessante Dinge: Ein indischer Arzt forscht an Affen und implantiert ihnen Mikrochips ins Gehirn; ein Ingenieur erfindet einen weit fortgeschrittenen Polygraphen der die Reaktionen von Menschen sehr genau misst; der US-Präsident will den Staat seine Schulden nicht zahlen lassen; dies bringt die Märkte ins Wanken und ruft eine grosse Vereinigung auf den Plan die viel Geld in diese Staatsschuld investiert hat.
Mit beinahe unendlichen Ressourcen bekommt der indische Arzt eine Forschungseinrichtung um dem Gouverneur einen Chip zu implantieren der mit dem neuen Polygraphen kommunizieren kann. Damit kann der Gouverneur nun sofort perfekt sagen wie sich sein Gegenüber fühlt. Und soll so den Wahlkampf gegen den wieder-kandidierenden Präsidenten gewinnen. Und so das Geld der Investoren sichern.

Nun, sollte es so einfach sein dass sich grosse mächtige Vereinigungen einen Präsidenten basteln können? In der Literatur sicher. Und manch paranoide Wesen mögen schon jetzt daran glauben. Ich glaube nur weiterhin dass Neal Stephenson einer der begabtesten Autoren der Gegenwart ist.

Ein Gedanke zu „Interface – Neal Stephenson“

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