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American Sniper

American Sniper, der Film zum Buch: Chris Kyle ist Rodeoreiter, verletzt sich, geht zu den Navy Seals, wird Sniper und dann in den Irak geschickt. Dort erledigt er ein paar Typen und zack!, schon ist er der erfolgreichste Sniper der US-Militärgeschichte. Okay, ganz so einfach ist es dann nicht, aber ich muss hier ja nicht alles verraten.

Das Buch von Chris Kyle war spitze, der Film ist ein wenig eintönig. Ein Kind macht sich ebreit, eine Granate in einen Trupp Soldaten zu werfen. Kyle muss schiessen. Das wirft ihn im Film für ganze fünf Sekunden emotional zurück. Dann Cut und Szenenwechsel. Aber auch nach den Höhepunkten der Geschichte, Hochzeit, Geburt seiner Kinder? Der Film braucht keine zehn Sekunden, um das Thema abzuwickeln und den Trott wiederherzustellen.

In den USA sorgt er für eine Kontroverse. Aber auch nur weil eine Seite leicht angerührt ist. Also, leicht gestört und leicht erregbar. Und das sind nicht die Waffenträger sondern die Hoplophoben. Die auch hier hyperventilieren werden, aber die brauche ich hier sowieso nicht. Alle anderen mögen sich das Buch gönnen, den Film… naja, wenn euch mal gaaanz fad sein sollte, schaut ihn euch ruhig an.

American Sniper – Chris Kyle

American Sniper von Chris KyleDie Autobiografie des tödlichsten Scharfschützen in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Na pfau. Klingt reisserisch, ist es auch, aber das ist nur der Titel. Der Rest von American Sniper ist relativ nüchtern. Der Autor selber ist es an vielen Stellen seiner Geschichte nicht. Und sachlich ist das Buch natürlich auch nicht immer. Aber dafür umso spannender.

Chris Kyle wächst in Texas auf, und so interessiert er sich für das Leben als Cowboy: Waffen, reiten und auf einer Farm arbeiten. Er ist ein passabler Rodeoreiter, wird jedoch verletzt und so arbeitet er fortan auf einer Farm, während er studiert. Nach dem Studium entschliesst er sich, Soldat zu werden. Natürlich nicht irgendein Fusssoldat, es soll schon ein Spezialkommando sein. Und so verschlägt es ihn zu den Marines und er wird ein SEAL.
Die Ausbildung ist hart und er verletzt sich. Aber er schafft es, und er wird Sniper. Nicht der Beste seines Jahrgangs: egal, denn er hat Glück, also viele Möglichkeiten. Denn er wird in den Irak geschickt und beim Kampf in Fallujah und Ramadi hat er sehr viele Aufständische im Visier. Und schon bald hat er den Rekord der meisten Abschüsse gebrochen. Nur das Familienleben zieht ihn zurück und dann auch schon an den Schreibtisch: um uns dieses Buch zu schreiben.

Und das tut er sehr gut, es ist witzig, informativ und es zeigt die persönliche Seite des Krieges auf. Es ist ganz sicher kein Lehrbuch für Sniper oder Möchtegern-Scharfschützen. Auch das Wissen über Waffen, dass er vermittelt, ist eher gedacht um Anfänger nicht auszuschliessen. Das soll es alles nicht sein, sondern eine Autobiografie. Eine gute.

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