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Masters of Magic – Chris Wraight

Masters of Magic - Chris Wraight
Masters of Magic ist das Erstlingswerk von Chris Wraight, den ich schon als Autor von Luthor Huss kennenlernen durfte. Diesmal geht es um Magier, die sich gegen eine Horde an Orks und Goblins stemmen. Diese wurden von einem mächtigen Schamanen angestachelt zu einem Waaaaagh!, einem Krieg, und sie marschieren mitten ins Imperium auf Altdorf zu. Die Zeit wird knapp. Werden es die Magier schaffen, den Schamanen rechtzeitig zu stoppen?

Die verschiedenen Colleges of Magic sind durchaus politisch verfeindet, und so kann sich keiner sicher sein, nicht auch von den eigenen Reihen ins Visier genommen zu werden. So ein verirrter Feuerball kann schon mal wie ein Unfall aussehen.

Ich habe das Buch in Portland recht günstig erstanden; in Powell’s Bookstore bekommt man recht viel, auf der Gegenseite verliert man recht viel Zeit, weil es sehr sehr viel zu schauen und anzulesen gibt. Aufgrund der Platz- un Gewichtsbeschränkung auf der Heimreise mussten einige interessante Bücher dort bleiben. Masters of Magic aber war klein und leicht und handlich – und schon gekauft. Ich würde es vielen anderen Warhammerbüchern nicht vorziehen, denn Magie ist nicht mein Ding, ich bin da eher auf Nahkampf und Hack and Slay und viel Action fokussiert. Dennoch ist es ganz angenehm zu lesen.

Luthor Huss – Warhammer Heroes

Luthor Huss CoverEines Tages erscheint ein namenloser Junge bei einem Priester. Er möchte nur lernen. Das tut er. Er wird groß, und so stark, wie sein Glaube es von Anfang an war. Er bekommt einen Namen: Luthor Huss. Er bekämpft das Böse, wo er es nur findet. Dann kreuzen sich seine Wege mit dem Hexenjäger Lukas Eichmann und es geht ab in den Drakwald, wo sich Untote, Skaven und andere Mutanten ansammeln. Im finalen Showdown inmitten einer riesigen, verzweifelten Schlacht wird Huss‘ Glaube noch einmal getestet.

Luthor Huss von Chris Wraight startet etwas langsam. Nun, nicht langsam: es strotzt vor Action, Blut und Kämpfen. Aber die Handlung ist etwas zu geradlinig, zu wenig überraschend. Zu gut zu überblicken und vorherzusehen. Dann geht es einigermassen los, aber so richtig kann Wraight nicht überzeigen. Das Buch ist bei Weitem nicht so lustig, wie ich es von anderen Warhammerbüchern gewohnt bin, allen voran der genialen Blood Bowl Serie. Ja, Luthor Huss ist ein Held, ein guter Kämpfer, ein Glanzbeispiel eines Warrior Priests. Aber das alleine reicht nicht.

Die Warhammer Bücher der Black Library sind recht schnell, eigentlich sofort, als Taschenbuch erhältlich und damit preisgünstig zu haben (um unter sieben Euro bei Amazon.de). Das ist auch gut so. Denn es ist lockere, spassige Unterhaltung in einer bekannten Fantasy-Umgebung. Aber ohne Humor und ohne Überraschungen und damit zu magerer Handlung wird es mühsam. Man kann den düsteren Wald noch so oft noch so detailreich und finster beschreiben: es bleibt ein Wald. Die Menschen bleiben blaß und genauso schnell wird meine Erinnerung an das Buch verblassen.