Schlagwort-Archive: comics

anti-HEROES

anti-HEROES ist ein Spin-Off des Web-Comics Order Of The Stick, welches ich euch letzte Woche präsentiert habe. Eigentlich ist es eine Schande dass ich euch OOTS über 700 Strips lange vorenthalten habe. Auch anti-Heroes hat bereits über 200. Aber hier habe ich eine sehr gute Ausrede, denn ich habe es selbst erst letzte Woche entdeckt.

Jordan Quigley hat zuerst in den Kommentaren von OOTS seine Comics veröffentlicht. Mit echten Helden im Zeichenstil des Originals. Seine Zeichungen und Erzählungen kamen – auch bei ihm – besser an als seine Helden. Also machte er sich daran, Anti-Helden zu erschaffen: als Anführer einen mysteriösen Necromancer, einen Vampir mit Levels in Rogue und Wizard, einen Tiefling also einen Halb-Mensch / Halb-Dämon sowie einen unterbelichteten Geister-Illusionisten.

Die Zusammensetzung erinnert also etwas an die Original-Truppe. Ich bin noch nicht allzuweit gekommen, aber die Geschichte entwickelt sich schön langsam zu einem ebenso gigantischen und humorgefüllten Erfolg. Das einzig Ärgerliche ist die Wartezeit zwischen den Strips. Aber lesen sollte man es.

Order Of The Stick

Order Of The StickComics haben schon lange den Schritt von Print-Zeitungen ins Internet gewagt und geschafft und das ist gut so. Eine breite Lesermasse mit diversesten Interessensgebieten bietet Platz für viele neue Comics. Und mehr Platz und Farbe als jeden Tag drei kleine Bilderchen in Schwarz-Weiss. Eines davon fände beim durchschnittlichen Zeitungsleser auch wenig Anklang: Order Of The Stick handelt von einer Gruppe Rollenspiel-Charaktere.

Es ist eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, aber dann auch wieder typisch für eine Rollenspielgruppe wird jeder Einsatzbereich abgedeckt: ein Kämpfer als Anführer, ein Dieb, ein Ranger, ein Barde und ein Magier kämpfen sich durch externe und interne Konflikte. Ihnen gegenüber stehen Bösewichte in Form vieler kleiner grüner Goblins die nicht viel mehr als Kanonenfutter darstellen bis hin zu deutlich mächtigeren Untoten und anderen Monstern.

Rollenspiele wie Dungeons & Dragons sind nicht unbedingt mehrheitstauglich, erfreuen sich dafür umso fanatischerer Anhänger. Dass diese nicht nur nerdy sondern auch kreativ sind, beweist Rich Burlew mit seiner simplistischen Art zu Zeichnen. Dafür kann er umso besser Geschichten erzählen. Mit viel Humor. Einiges daraus ergibt sich aus der Tatsache dass die Rollenspiel-Charaktere sich bewusst sind, dass sie in einem Rollenspiel sind. So werden viele Geschehnisse auf Würfelglück oder -pech zurückgeführt. Aber es werden auch Regeln gebogen wenn es gerade nicht anders geht. Oder es Spass macht oder den Dungeon Master an den Rande der Verzweiflung bringt.

Diese Sichtweise macht den Comic einzigartig (beinahe, doch dazu komme ich in nächster Zeit schon noch). Die oft langen Handlungsstränge füllen mittlerweile ein beachtliches Archiv und dem geneigten Leser würde ich sehr den Einstieg mit dem ersten Strip New Edition empfehlen.

„In the Arena of Logic, I fight unarmed.“

Nuklear Power, der BeginnWenn ein Rollenspielcharakter weiß dass er ein ebensolcher ist und auch so handelt, kann schon mal der geniale Spruch kommen: „In the Arena of Logic, I fight unarmed.“ Wie es passiert bei Nuklear Power.

Es beginnt mit Fighter und Black Mage im Giant’s Forest, siehe das Bild links. Und sie verhalten sich seltsam. Denn sie wissen, dass sie nur Charaktere in einem Rollenspiel sind. Und so hört man oft die Spieler heraus. Besonders bei Red Mage, der sich auch der Regeln und deren vorteilhafter Interpretationen bewusst ist. Was immer wieder zu komischen Situationen führt. Wie immer, startet doch bei Episode 1.

Wenn ihr es nicht bis zur aktuellen Episode Nummer 835 lesen wollt, wird euch Black Mage mit einem Hadoken versehen.