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No Limit Hold ‚em: Theory and Practice

No Limit Hold 'em: Theory and PracticeWieder mal landet ein Sklansky auf meinem Nachtkastl und in meiner Bibliothek. Nach seinem Klassiker The Theory of Poker ist diesmal No Limit Hold ‚em: Theory and Practice an der Reihe. Theory of Poker behandelte kein spezifisches Spiel, und der Pokerboom nach 2003, dem Jahr wo Chris Moneymaker als Amateur den WSOP Main Event und Millionen Dollar gewann, machten es attraktiv und finanziell notwendig, ein Buch zu schreiben das sich speziell mit No Limit Hold’em auseinandersetzt. Und wieder mal haben David Sklansky und Ed Miller sich zusammengetan und ein gutes Buch verfasst.

Sie gehen bei weitem nicht nur auf Preflop-Strategien ein, wie sie bei Turnieren häufig vorkommen. Am meisten beschäftigen sie sich mit Deepstack Cashgames, da hier bis zum River Spielraum bleibt. Und sollte man mal in einem Turnier mehr Spielraum haben braucht man hier auch einen Plan und eine Strategie. Einfach reinstellen kann jeder.

Es werden viele Konzepte vorgestellt, vom Anpassen an Stack Sizes, manipulieren der Potgrösse hin zum Verleiten der Gegner zu schlechtem Spiel.

Aufgebaut ist das Buch im klassischen, guten Two Plus Two Publishing Stil, didaktisch gut aufgebaut und unspezifisch genug damit man nicht nach Kochrezept spielt sondern sich selber Gedanken macht wie man in verschiedenen Situationen verschiedenst spielen kann. Mathematisch ist es sauber, nicht im Sinne von fehlerfrei sondern von beinahe gänzlich befreit davon. Abgesehen von grundsätzlichen Pot Odds Berechnungen gibt es nicht viel, und Pot Odds werden als bekannt vorausgesetzt.

Es ist nicht unbedingt ein Buch für Anfänger, da es eben einiges voraussetzt; für Fortgeschrittene wäre eine Vertiefung in manchen Punkten nicht schlecht. In Verbindung mit Theory of Poker ist es für engagierte Spieler auf jeden Fall hilfreich.

Small Stakes Hold’em – David Sklansky

small-stakes-holdemSmall Stakes Hold ‚em: Winning Big with Expert Play. Na, das klingt doch mal verführerisch. Ein Buch lesen und gross abräumen. Und dennoch ist das Buch nicht für jeden zu empfehlen. Denn es geht um Limit Hold’em, nicht das allseits bekannte No-Limit Hold’em.

David Sklansky ist einer der besten Poker-Autoren, das ist unbestritten. Seine Werke führen dort weiter, wo Super System aufgehört hat, die Nachfolger sind aber mit SNG Strategy oder The Mathematics of Poker auch schon gefunden. In der Zwischenzeit war Sklansky das Um und Auf. So auch mit Small Stakes Hold’em. Bevor die neue Generation an ultra-aggressiven Spielern kam, war es auf niedrigeren Stakes sicher recht einfach. Vor allem wenn man dieses Buch gelesen hatte. David Sklansky hat wieder mal Hilfe von Mason Malmuth aber auch von Ed Miller, da Ed kurz davor die niedrigeren Stakes unsicher gemacht hat.

Zu Beginn gibt es einen kurzen Überblick über Sachen die mittlerweile Standard sind, wie Implied Odds oder Pot Equity. Am Ende finden wir Two-Plus-Two typisch Hand Quizzes und ein umfangreiches Q&A. Dazwischen geht es zur Sache. Wie spiele ich Limit Poker vor und nach dem Flop, am Turn und am River. Darunter sind auch viele bei No-Limit anwendbare Techniken und Hinweise. Wann beschützt ein Raise meine Hand und wann nicht. In welcher Situation kann ich durch eine niedrige Bet mir später eine Free Card erkaufen. Schön aufbereitet findet man viele Ideen die einen sicher weiterbringen können. Gerade auch wenn man niedrige Limits spielt, wo die Gegner nicht unbedingt aufpassen und schon gar nicht fortgeschrittenste Spielzüge verstehen. Und zuwenig folden.

Wer sich an Limit Poker probieren möchte, dem kann ich dieses Buch empfehlen. Allen anderen sei gesagt, dass es andere Bücher gibt die ihr zuvor gelesen haben solltet. Schaden kann es aber nicht.

David Sklansky’s Theory of Poker

Theory of Poker - David SklanskyThe Theory of Poker: A Professional Poker Player Teaches You How to Think Like One
Was auf den ersten Blick wie der Spruch eines Angebers klingt, trifft in diesem Fall wirklich zu. Sklansky ist jetzt nicht der bekannteste Pokerspieler der Welt. Aber „The Theory of Poker“ ist das Standardwerk, das man gelesen haben sollte.

Wem das Buch zu mathematisch oder analytisch ist, der sollte sich gut überlegen ob er wirklich Poker spielen will. Die Beispiele sind alle sehr gut und ausführlich beschrieben, wenn auch fast ausschliesslich für Limit Hold’em oder Razz. Das ändert nichts daran, dass Sklansky grundlegende Überlegungen anstellt und zu manchmal nicht-intuitiven aber logisch unantastbaren Schlussfolgerungen kommt.

Ich kann The Theory of Poker wirklich nur jedem Pokerspieler ans Herz legen.