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Gotrek & Felix – Road of Skulls

The Road of Skulls - CoverVor Jahrtausenden hat sich Grimnir auf den Weg nach Norden gemacht, um die Chaoshorden zurückzudrängen: er tötete soviele, dass sein Weg einer Strasse aus Totenschädeln glich – der Road of Skulls. Grimnir war der erste Slayer und wurde zu einer Gottheit der Zwerge.

Zur aktuellen Warhammer-Zeit des Imperators Karl-Franz macht sich der Chaoskrieger Garmr mit einer grossen Horde auf den Weg, die Road of Skulls entlang, er pflastert sie mit den Schädeln von Zwergen und Menschen, um ein für alle Mal das Tor für Chaos frei zu machen und die Welt in den Untergang zu stürzen. In den Weg stellen sich ihm nur mehr die Zwerge von Karak Kadrin, darunter ein anderer Slayer: Gotrek, wie immer begleitet von seinem Rememberer Felix Jäger.

Und dieser gibt nicht so leicht auf, und gibt sich auch nicht jedem Schicksal hin. Und so kommt es, dass der Zwerg, der eigentlich seinen Untergang sucht, in Road of Skulls bereits sein dreizehntes grosses Abenteuer zusammen mit Felix beschreitet. Diesmal geschrieben von Joshua Reynolds, der seine Sache gut macht und dem Duo die Ehre erweist, die sie sich verdienen als absolute Headliner der Warhammerbücher der Black Library.

The Great Betrayal – Warhammer Time of Legends

The Great Betrayal - Warhammer LegendsThe Great Betrayal ist der Auftakt zu einer weiteren Warhammer-Trilogie, sie widmet sich dem Krieg zwischen Elfen und Zwergen, der die beiden Rassen auf ewig trennen sollte. Im ersten Teil geht es um die Zwerge, allen voran den Prinzen Snorri Halfhand.

Der Ingenieur Heglan Copperfist baut die ersten Flugschiffe. Sein erstes Modell wird vor dem König und allen Adeligen präsentiert: und stürzt prompt ab. Er sorgt damit aber auch für die humoristischen Einlagen. Und da wir die weitere Geschichte der Zwerge und ihrer Kamfmaschinen kennen, können wir uns auf ein Wiedersehen freuen.

Betritt man die Welt der Warhammer-Legenden, verliert man als Autor einiges an Spielraum, da schon vieles vorgezeichnet ist und Legenden respektvoll behandelt werden wollen. Als Leser verliert man wenig – es sei denn man kennt andere Warhammer-Bücher, die deutlich mehr mit Humor und Komik arbeiten können. Da sind die Hauptfiguren des öfteren selbstkritisch und machen sich selbst zum Narren. Das kann einer Legende kaum passieren, sonst würde sie nicht zu einer solchen.
Es ist und bleibt Warhammer. Unterhaltsam. Aber eben eine etwas seriösere Serie als die in der aktuellen Zeit von Kaiser Karl Franz angesetzten Geschichten.

The Peculiar – Stefan Bachmann

The Peculiar - CoverThe Peculiar wurde übersetzt mit Die Seltsamen – wer das ist? Mischlingskinder von Mensch und Sidhe. Letztere sind in Bath in England eingefallen, haben dieses flachgemacht. Nach einem Krieg wurden sie besiegt, konnten aber nicht mehr in ihre Heimat zurück, und so sind sie geblieben. Als normale Bürger. Und doch sind sie anders. Noch schlimmer haben es die Mischlingskinder, die von beiden Seiten abgelehnt werden und in grosser Gefahr sind. So kommt es, dass Bartolomew Kettle das Haus seiner Mutter fast nie verlassen kann.

Dann kommt da noch ein Politiker ins Spiel, für den es Anstrengung genug ist, zu Mittag aufzustehen. Eigentlich ein Vorbild, sollte man denken, Stefan Bachmann hat ihn aber daher als schlechten Politiker bezeichnet. Was soll daran schlecht sein, spät aufzustehen? Je weniger Politiker arbeiten, desto weniger machen sie falsch.

Stefan Bachmann hat mit 16 Jahren begonnen, das Buch zu schreiben, dass zu einem New York Times Bestseller werden sollte. Das erscheint vielen als außergewöhnlich und so wird er noch etwas mehr gefeiert als das Buch alleine verdienen würde. Bei der Lesung im Rahmen der Vindragona 2014 war er aber auch sehr sympathisch.

Das Buch ist auch sympathisch, eher kurz, und sicher auch kurzweilig. Die Mischung Sidhe mit Steampunk kommt gut, Bachmann hält sich nicht allzu lange mit Erklärungen auf sondern stürzt den Leser gleich mal ins Abenteuer. The Peculiar kann man also getrost mal auch am Strand lesen.