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Im Rausch der Stille – Albert Sanchez Pinol

Im Rausch der StilleEin irischer Freiheitskämpfer ist auf der Flucht und kommt als Wetterbeobachter für ein Jahr auf eine einsame Insel. Nur ein kleines Blockhaus und ein Leuchtturm sind auf der Insel. Sein Vorgänger ist unauffindbar, und im Leuchtturm lebt ein verwirrter Österreicher.

In der ersten Nacht kommen unheimliche Wesen aus dem Meer und attackieren die beiden Männer. Nacht für Nacht müssen die beiden um ihr Leben kämpfen, dann entdeckt der Ire ein weibliches Exemplar im Leuchtturm. Greifen die Wesen an, weil sie vom Leuchtturmwärter gefangen gehalten wird?

Was als verrückt-verwirrendes Buch mit anständigen Horrorelementen beginnt, entwickelt sich alsbald zu einer Geschichte über Liebe, die so besessen scheint, dass man sie für realistisch halten muss.

Im Rausch der Stille mag kein klassisch irisches Werk sein, mit einem irischen Freiheitskämpfer als Protagonist und Erzähler muss es dem feierlichen Anlass dieses Jahr dennoch genügen: Happy St. Patrick’s Day.

Lost Tales – Gotrek & Felix

Lost Tales - Gotrek & FelixWarhammer hat kaum größere Helden zu bieten als Gotrek und Felix. Die Hauptserie umspannt schon mehrere Trilogien. In Lost Tales begleiten wir die beiden durch vier Kurzgeschichten. Diese sind unterschiedlich lang und – unterschiedlich gut. Gleich zu Beginn bekommen wir ein denkwürdiges Zitat geboten, dem Gotrek wohl nicht zustimmen würde:

Drink is the hobgoblin of the soul.

Ich konnte mir das Buch nicht entgehen lassen. Die Rezension muss in diesem Fall dank mehrerer Autoren auch ein wenig ausführlicher werden, sonst würde man dem einen oder anderen nicht gerecht werden. Hier also eine kurze Auflistung der einzelnen Geschichten.

Charnel Congress – Josh Reynolds

Es hat einen Grund, wieso diese Geschichte am Anfang steht. Sie ist nämlich ungemein zäh zu lesen und macht so gar keinen Spass und keine Lust auf mehr. Nur die Hoffnung auf bessere Autoren weiter hinten im Buch treibt einen voran. Ein Vampir wird wiedererweckt, trifft aber auf einige Necromancer. Gotrek und Felix sind mittendrin und bekommen dennoch kaum Action ab.

The Reckoning – Jordan Ellinger

Schon viel besser! Gotrek wird von seiner Vergangenheit eingeholt und wir dürfen einer Partie an Zwergen zusehen, wie sie Gefahren meistern und Probleme lösen. Kleiner Hinweis: beides hat mit Gewalt und Axt und Hammer zu tun.

Into the Valley of Death – Frank Cavallo

Ins Tal des Todes marschiert Felix, in einer Geschichte aus der Zeit, bevor er Gotrek traf. Es mutet seltsam an, ihn ohne seinen Gefährten zu erleben, der Geschichte schadet es aber nicht, und es macht Spaß, etwas aus der Zeit davor zu erfahren. Wird leider gegen Ende hin auch etwas zäh.

Curse of the Everliving – David Guymer

Die letzte Geschichte ist sehr kurz und kann damit gar nicht so langweilen wie andere aus diesem Buch. Kurz und knackig, so soll es sein. Gotrek und Felix treffen im schneeverwehten Kislev auf einen unsterblichen Dämon. Doch was bedeutet schon unsterblich, wenn Gotrek in der Nähe ist?

Nun, das Buch ergibt gemischte Gefühle. Die einzelnen Autoren zeigen unterschiedlichste Qualitäten. Das echte Problem dabei ist, dass der schlechteste Autor nicht nur eine Kurzgeschichte zu Gotrek und Felix verfasst hat; nein, er führt die Hauptreihe fort! Vielleicht sollte ich hier aufhören, die Serie zu lesen…

Masters of Magic – Chris Wraight

Masters of Magic - Chris Wraight
Masters of Magic ist das Erstlingswerk von Chris Wraight, den ich schon als Autor von Luthor Huss kennenlernen durfte. Diesmal geht es um Magier, die sich gegen eine Horde an Orks und Goblins stemmen. Diese wurden von einem mächtigen Schamanen angestachelt zu einem Waaaaagh!, einem Krieg, und sie marschieren mitten ins Imperium auf Altdorf zu. Die Zeit wird knapp. Werden es die Magier schaffen, den Schamanen rechtzeitig zu stoppen?

Die verschiedenen Colleges of Magic sind durchaus politisch verfeindet, und so kann sich keiner sicher sein, nicht auch von den eigenen Reihen ins Visier genommen zu werden. So ein verirrter Feuerball kann schon mal wie ein Unfall aussehen.

Ich habe das Buch in Portland recht günstig erstanden; in Powell’s Bookstore bekommt man recht viel, auf der Gegenseite verliert man recht viel Zeit, weil es sehr sehr viel zu schauen und anzulesen gibt. Aufgrund der Platz- un Gewichtsbeschränkung auf der Heimreise mussten einige interessante Bücher dort bleiben. Masters of Magic aber war klein und leicht und handlich – und schon gekauft. Ich würde es vielen anderen Warhammerbüchern nicht vorziehen, denn Magie ist nicht mein Ding, ich bin da eher auf Nahkampf und Hack and Slay und viel Action fokussiert. Dennoch ist es ganz angenehm zu lesen.