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Redshirts – John Scalzi

redshirts-john-scalziIch hatte Glück: ich habe an einem Wochenende begonnen, Redshirts von John Scalzi zu lesen. Denn weglegen konnte ich es nicht. Unter der Woche hätte mich das den Schlaf gekostet. Es ist ein Meisterwerk. Dass Scalzi witzig ist und schreiben kann, war nach Old Man’s War schon klar. Und er hat es wieder getan.

Andrew Daly ist Ensign auf dem Raumschiff Intrepid, dem Flaggschiff der Flotte. Aber etwas ist seltsam: bei jeder AUssenmission mit einem der führenden Offiziere sterben Mannschaftsmitglieder. Seltsamerweise immer die mit den roten Uniformen. Niemals jedoch der Captain oder der Bordarzt oder der Wissenschaftsoffizier. Kommt einem bekannt vor? Aus Star Trek? Ja, wohl… nicht aber Andrew Daly, der lebt in der Zukunft und kennt die Serie nicht. Bis er versucht, den Todesfällen auf den Grund zu gehen. Und dann wird es wirklich irrwitzig… irre witzig… wie auch immer: Genial.

Vorkenntnisse aus Star Trek helfen, die Hintergründe zu verstehen. Aber wer kennt denn Star Trek bitte sehr nicht? Eben. Somit kann ich Redshirts uneingeschränkt empfehlen. Mit einem Caveat: plant genug Zeit ein, es nach dem ersten Aufschkagen fertig zu lesen.

Fuzzy Nation – John Scalzi

Fuzzy Nation - Joe ScalziWas macht man als Rezensent mit einem Buch, das sehr witzig ist aber ansonsten wie ein Actionfilm? Die Witze will ich nicht vorwegnehmen und die Handlung ist auch zu schnell erklärt.

Hätte ich so etwas von John Scalzi erwartet? Seine Old Man’s War Trilogie war blendend. Vielleicht liegt es auch daran, dass Scalzi ein älteres Werk eines anderen Autors mit Fuzzy Nation neu aufgelegt hatte.

Nun denn: Jack Holloway ist ein ehemaliger Rechtsanwalt, der nun als Entdecker auf einem fremden Planeten arbeitet. Er findet eine riesige Ansammlung an Bodenschätzen. Und eine Familie an kleinen fusseligen Lebewesen läuft ihm zu: die little Fuzzies. Holloway ist in guter Scalzi-Tradition nicht überall beliebt, sarkastisch und egoistisch. Ein Mensch also, über den man gerne liest aber nicht unbedingt kennen muss.

Das ist aber schon einer der wenigen Lichtblicke: der Rest der Handlung ist zu seicht und absolut nichts ist überraschend. Vielleicht war es früher leichter, Menschen zu überraschen und unterhalten, so wie man damals das kleine Einmaleins oder einfache physikalische Phänomene mühsam und langwierig erlernen musste, was heute alles schon von Volksschülern erlernt wird.

Gesamt bleibt das Werk okay, ganz witzig, aber genau so bemerkenswert wie ein Actionfilm: nicht sehr. Schade eigentlich.

Zoë’s Tale – John Scalzi

Zoë’s Tale – John ScalziZoë’s Tale ist The Last Colony, nur erzählt von Zoë Boutin-Perry. Klingt lahm. Ist es aber nicht. Vor allem auch, da Zoë einiges an Humor und Schlagfertigkeit von ihrem Adoptivvater John Perry erlernt hat.

Wir erfahren mehr über die Ereignisse auf der Menschheit letzter Kolonie, und dem Kampf gegen die Conclave, die Allianz von mehr als 400 außerirdischen Rassen. Oder was es ein Kampf gegen die menschliche Colonial Union? Viel wichtiger in Zoës Version sind natürlich ihre persönlichen Erfahrungen, mit ihren Eltern, Freunden, BFFs und Boyfriends inklusive, aber auch den außeriridischen Leibwächtern Hickory und Dickory. Und auch diese Geschichten haben es in sich.

Nach Old Man’s War und The Ghost Brigades gibt es ein doppelt spannendes und furioses Finale mit den Geschichten aus The Last Colony und Zoë’s Tale. Die Science hält sich zurück, und wer kein grimmig-humorloser Mensch ist, wird, ob Fan von Science-Fiction oder nicht, an der Serie von John Scalzi Gefallen finden.