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Sun Tzu – The Art of War

Endlich am Ziel. Der Weg von modernen Büchern über Clausewitz und Machiavelli konnte ja nur bei Sun Tzu enden. Und was gibt es dazu noch viel zu sagen. Damals gab es anscheinend kein günstiges Papier und keinen Buchdruck, also hat sich einmal ein General mit wenigen Worten begnügt.

In vielen kurzen Sprüchen werden seine Weisheiten bekanntgemacht. Das lässt natürlich viel Platz für Interpretationen und Spielereien. Aber auch das trägt anscheinend zur Popularität von The Art of War bei. So sei’s. Meine Ausgabe ist auf jeden Fall illustriert und ergänzt wunderbar meine Bibliothek.

Ob ich daraus viel gelernt habe? Ich glaube nicht. Entweder brauche ich noch das zugehörige Management-Seminar, oder halte das für Schindluder und begnüge mich damit dass sowieso Clausewitz und andere dasselbe auch sagen. Oder darauf Bezug nehmen. Wer weiss das schon so genau?

Strategy – B. H. Liddell Hart

Strategy – B. H. Liddell HartSo mancher hat sehr viel zu erzählen und sollte das auch tun. Oder ein Buch schreiben. Aber nicht jeder der viel zu erzählen hat sollte ein Buch damit füllen. Darunter sind viele Militärstrategen. Sie mögen begnadete Generäle sein aber wenn sie Bücher schreiben werden es mit unzähligen Details gefüllte Schinken.
Nicht so B.H. Liddell Hart. Sein Buch Strategy wird mittlerweile als The Classic Book On Military Strategy angepriesen.

Schon im Vorwort wird der indirekte Ansatz empfohlen. Vor allem aus zwei Gründen:

  • Direkte Angriffe auf einen vorbereiteten Gegner schlagen so gut wie immer fehl und sollten nicht versucht werden.
  • Um einen Gegner zu besiegen, muss man ihn vorher aus dem Gleichgewicht bringen, was nicht durch den Hauptangriff geschieht sondern durch geschicktes Manövrieren davor.

Von den alten Griechen und Römern bis zu erstem und zweitem Weltkrieg werden Beispiele angeführt. Klingt ein wenig nach Geschichtsunterricht macht aber Sinn und besteht nicht nur aus Jahreszahlen auswendig lernen. Und macht deutlich mehr Spass beim Lesen. Liddell Hart hatte ja auch mehr Einfluss auf zum Beispiel den zweiten Weltkrieg.

Flags of Our Fathers & Letters from Iwo Jima

Flags of Our FathersFeiertag. Fernsehtag. Mit viel Zeit kann man sich auch viele Filme ansehen, und manche bieten sich da in Kombination sehr gut an. So wie Flags of Our Fathers und Letters from Iwo Jima. Zwei Machwerke von Clint Eastwood, die beide dasselbe behandeln: den Kampf um Iwo Jima im zweiten Weltkrieg.

In Flags of Our Fathers stehen im Vordergund die US-Soldaten die auf dem weltbekannten Foto (siehe erstes Bild links) zu sehen sind, als sie die Flagge am höchsten Punkt von Iwo Jima aufstellen. Wer es noch nicht weiss, das Foto ist gestellt; und der darauf folgende Heldenruhm wird von den Fotografierten nicht hundertprozentig angenommen.

Letters from Iwo JimaIn Letters from Iwo Jima hingegen spielt die Hauptrolle der japanische Bäcker istgleich Soldat Saigo (zweites Bild links), der viele Briefe an seine Frau schreibt. Er sieht sich auch nicht als Held, im Gegenteil. Bewundernswerter findet er da den japanischen Offizier Nishi der davor in Kalifornien gelebt hat und Olympiasieger im Springreiten wurde.

Helden oder nicht, der Krieg wird hier nicht verherrlicht, und teilt auch nicht pompös und aufgeblasen in Gut und Böse (ist gleich Sieger und Verlierer). Alleine das zeichnet das Gesamtwerk aus, alleine betrachtet wären die Filme vielleicht etwas ziellos. Zusammen ergeben sie ein sehr stimmungsvolles Bild, das nicht nur von Action oder propagandahafter Stimmungsmache lebt. Definitiv sehenswert.