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Niccolo Machiavelli – Der Fürst

Wieder mal ein Klassiker. Wenn ich schon zeitgenössisches wie The Logic of War and Peace und etwas älteres mit Clausewitz’s Vom Kriege gelesen habe, kann ich noch etwas weiter zurückgehen. Also Machiavellis Der Fürst. Als logischer Abschluss sollte irgendwann Sun Tsu folgen. Für weitere Vorschläge zum Thema bin ich natürlich offen, werde mich nur einen halben Laufmeter anderer Literatur widmen müssen der schon bereitsteht.

Wenig überraschend sagt Machiavelli zum Krieg dasselbe wie Clausewitz und Luttwak: dass man den Krieg nicht abschaffen, sondern nur zum Vorteil der anderen aufschieben kann. Das sollten sich ganz ganz viele mal hinter die Ohren schreiben.

Ansonsten geht es um Machterhalt und wie man überhaupt zu Macht kommt. Auch wenn vieles heutzutage so nicht mehr anwendbar scheint, ist es interessant. Über Heere, Festungen, Minister und den Umgang mit Geld gibt es Kapitel. Auch wenn man nicht in die Lage kommen sollte, Fürst zu werden ist es keine vergeudete Zeit das Buch zu lesen. Und sooo viele Seiten sinds ja dann auch wieder nicht. Und man hat Gutmenschen und solchen die nach Neutralität lechzen und gegen Krieg wettern wieder einen Bildungsvorteil voraus.

His Excellency: George Washington

His Excellency: George WashingtonDa habe ich doch glatt ein Buch gelesen über den US-Präsidenten George W. Und nein, ihr braucht nicht schreien „Buh, was für ein schlechter/böser/dummer Präsident.“ Erstens ist George W. Bush demokratisch gewählt, und da haben die Europäer halt nichts mitzureden geschweige denn mitzuwählen. „Aber der Krieg…“ mögen manche einwerfen. Viele Länder führen Krieg und nicht nur im Irak, auch in Österreich haben die Vereinigten Staaten zwei Versuche benötigt um die Demokratie dauerhaft zu installieren. Darüber bin ich sehr froh. Und das sollte jeder hier sein, es sei denn er ist überzeugter Monarchist. Ausserdem geht es um George Washington.

Wie die Unabhängigkeit und damit auch die Demokratie in den USA Fuss fassen konnte, wird in His Excellency: George Washington schön festgehalten. Eine Biografie über den ersten US-Präsidenten und den Unabhängigkeitskrieg. Gut und spannend geschrieben bekommt man einen interessanten Menschen und interessante Geschichte präsentiert und man fliegt nur so von einer Seite zur Nächsten.

Also erspart euch (und mir) Platitüden und papageienhaftes Geschrei von Unsinn und bildet euch weiter.

Carl von Clausewitz – Vom Kriege

Cover Vom Kriege von Carl von ClausewitzIm Anschluss an The Logic of War and Peace bietet sich das viel-zitierte Werk Vom Kriege von Carl von Clausewitz sehr an. Also gleich mal zugelegt und gelesen. Und gelesen und gelesen und gelesen. Das Deutsch von 1832 ist zwar sehr schön aber auch langwieriger als man es vielleicht gewohnt ist.

Aber es wird schon seinen Grund haben, wieso dieses Buch in modernen FHs und Managementschmieden empfohlen wird. Sachlich sehr fundiert wird über Strategie und Taktik geschrieben, Details und immerwährende Grundsätze erläutert. Schliesslich hat Clausewitz genug Kriegserfahrung gesammelt.

Der Krieg ist nur eine Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.

Vielleicht ist das eines der bekanntesten Zitate des Buches, aber auch die weitere Definition des Krieges, der Strategie und der Taktik machen dies zu einem Standardwerk. Ebenso wie die Feststellung, dass ein Krieg erst mit der Verteidigung des Angegriffenen beginnt.

Macht sich gut in jeder Bibliothek, also seht es euch an!