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Lost Tales – Gotrek & Felix

Lost Tales - Gotrek & FelixWarhammer hat kaum größere Helden zu bieten als Gotrek und Felix. Die Hauptserie umspannt schon mehrere Trilogien. In Lost Tales begleiten wir die beiden durch vier Kurzgeschichten. Diese sind unterschiedlich lang und – unterschiedlich gut. Gleich zu Beginn bekommen wir ein denkwürdiges Zitat geboten, dem Gotrek wohl nicht zustimmen würde:

Drink is the hobgoblin of the soul.

Ich konnte mir das Buch nicht entgehen lassen. Die Rezension muss in diesem Fall dank mehrerer Autoren auch ein wenig ausführlicher werden, sonst würde man dem einen oder anderen nicht gerecht werden. Hier also eine kurze Auflistung der einzelnen Geschichten.

Charnel Congress – Josh Reynolds

Es hat einen Grund, wieso diese Geschichte am Anfang steht. Sie ist nämlich ungemein zäh zu lesen und macht so gar keinen Spass und keine Lust auf mehr. Nur die Hoffnung auf bessere Autoren weiter hinten im Buch treibt einen voran. Ein Vampir wird wiedererweckt, trifft aber auf einige Necromancer. Gotrek und Felix sind mittendrin und bekommen dennoch kaum Action ab.

The Reckoning – Jordan Ellinger

Schon viel besser! Gotrek wird von seiner Vergangenheit eingeholt und wir dürfen einer Partie an Zwergen zusehen, wie sie Gefahren meistern und Probleme lösen. Kleiner Hinweis: beides hat mit Gewalt und Axt und Hammer zu tun.

Into the Valley of Death – Frank Cavallo

Ins Tal des Todes marschiert Felix, in einer Geschichte aus der Zeit, bevor er Gotrek traf. Es mutet seltsam an, ihn ohne seinen Gefährten zu erleben, der Geschichte schadet es aber nicht, und es macht Spaß, etwas aus der Zeit davor zu erfahren. Wird leider gegen Ende hin auch etwas zäh.

Curse of the Everliving – David Guymer

Die letzte Geschichte ist sehr kurz und kann damit gar nicht so langweilen wie andere aus diesem Buch. Kurz und knackig, so soll es sein. Gotrek und Felix treffen im schneeverwehten Kislev auf einen unsterblichen Dämon. Doch was bedeutet schon unsterblich, wenn Gotrek in der Nähe ist?

Nun, das Buch ergibt gemischte Gefühle. Die einzelnen Autoren zeigen unterschiedlichste Qualitäten. Das echte Problem dabei ist, dass der schlechteste Autor nicht nur eine Kurzgeschichte zu Gotrek und Felix verfasst hat; nein, er führt die Hauptreihe fort! Vielleicht sollte ich hier aufhören, die Serie zu lesen…

Side Jobs – The Dresden Files

Side Jobs - Stories from The Dresden FilesWoran erkennt man einen erfolgreichen Schriftsteller? Nicht nur an den Verkaufszahlen. Diese dürften sehr gut sein bei Jim Butchers Serie The Dresden Files. Aber nicht nur das, die Serie und allen voran der Hauptcharakter Harry Dresden ist so beliebt, dass Butcher eingeladen wurde, bei einigen Anthologien mitzuwirken. Und so kommt Harry Dresden zu einigen Nebenjobs. In Side Jobs.

Eine Anthologie ist eine Sammlung an Kurzgeschichten verschiedener Autoren zu einem bestimmten Thema. Fantasy darf es natürlich immer sein, aber ansonsten schreckt Jim Butcher vor nichts zurück. Es beginnt mit der Geburtsstunde von Harry Dresden, als dieser ein Mädchen vor einem Troll rettet. Wie ein heldenhafter Prinz aus einem Märchen erscheint er aber dabei auch nicht. Weitere Geschichten gibt es dann zu Themen wie My Big Fat Supernatural Wedding, Mean Streets oder, einer meiner Favoriten, Strange Brew.

In Side Jobs sieht man sehr schön, wie sich Jim Butchers Schreibstil verändert, verbessert und verfeinert. Man sollte jedoch nie Geschichten lesen, die zeitlich nach dem Punkt liegen, an dem man bei der Hauptserie gerade ist. Das als kleine Warnung. Ansonsten gibt es zuviele Spoiler. Und dazu ist The Dresden Files zu grandios und witzig, um sich das wegen einer Kurzgeschichte zu versauen. Wer darauf aufpasst, erhält eine schöne Sammlung an Geschichten rund um unseren liebsten Magier Chicagos.

Malz und Totschlag

Kleine Morde unter Bierfreunden; seit wann kann ein Mord denn klein sein? Nun, ist er nicht, die Geschichten sind es, nämlich klein und kurz. Dafür passen aber auch 21 Kurzgeschichten in den Band Malz und Totschlag. Einundzwanzigmal geht es um Mord – und um Bier.
Etwas außerhalb des Reinheitsgebots aber sehr beliebt scheint der Mord mittels Gift zu sein. Ein ebenso wiederkehrendes und grausames Thema ist das EU-verschriebene Bierverbot. So auch in des Herausgebers Geschichte Oktoberfest. Doch findige Biertrinker haben immer schon Wege gefunden. So wie auch Mörder einen Weg finden. Und wenn es nun biertrinkende Mörder sind? Ja, dann wird es spannend.

Das Buch könnt ihr auch bei Amazon.de erstehen, ihr könnt es euch aber auch vom Herausgeber Günther Thömmes signieren lassen: in der Bierzauberei in Brunn am Gebirge. Natürlich gibt es dort auch Bier – mit Malz aber ohne Totschlag.