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Moneyball – Michael Lewis

Habe ich euch wirklich bis jetzt Moneyball vorenthalten? Die Geschichte des Baseball Spielers Billy Beane, den Scouts liebten, der es aber in den Major Leagues nicht weit brachte, findet eine Fortsetzung als General Manager der Oakland Athletics. Er hat nur beschränkte finanzielle Mittel, aber mit Hilfe neuer Methoden und Analysen bringt er das Team auf Kurs.

Der Hauptgrund? On Base Percentage (OBP). Hatten bisher alte Scouts das Sagen, geht Beane nach Statistiken und die Statistik besagt dass das Schlimmste für einen Hitter ist, wenn er ein Out macht. Also wird Wert gelegt auf OBP das bisher zuwenig beachtet wurde. Und auch zuwenig bezahlt. Somit holt er sich günstig Spieler mit hohem OBP und seine Oakland A’s gewinnen mit geringem Budget viele Spiele.

Moneyball hat Baseball in kürzester Zeit revolutioniert. Denn mittlerweile ist On Base Percentage nicht mehr unterschätzt, und zahlreiche Vereine haben Statistiker und Mathematiker beschäftigt. Und viele ehemalige Mitarbeiter von Billy Beane sind bei anderen Klubs in höhere Positionen aufgesteigen und haben sein Gedankengut verbreitet.

Gut und spannend geschrieben ist für den denkenden Baseball-Fan Moneyball: The Art of Winning an Unfair Game ein abolutes Must-Read.

The Blind Side – Michael Lewis

The Blind Side - Michael LewisVom Autor von Moneyball gibt es natürlich noch mehr Bücher. Eines seiner neueren beschäftigt sich mit Football. Genauer gesagt der Evolution zuerst des Passing Games. Und, wie in The Logic of War and Peace erklärt, kommt die Gegenmassnahme, in Form des Pass Rushers mit Lawrence Taylor. Und weiter dreht sich die Spirale und es kommt der Left Tackle. Gross, Schwer, Schnell. Passend auch der Titel The Blind Side: Evolution of a Game.

Michael Lewis beschreibt den Werdegang von Michael Oher, der von Tragödien, Zufällen und etwas Glück geprägt ist. Wie Lewis in einigen Nebensätzen bedauert, gibt es keine so anschaulichen Statistiken für Football, da jeder Spieler jeden anderen beeinflusst. Dennoch ist das Buch absolut lesenswert, erhält man doch einen etas intimeren Einblick in die Gedankengänge von Coaches, Spielern oder dem Recruiting Prozess der US Colleges.

Wer die football-lose Zeit überbrücken möchte, ist hier richtig. Wer sich Weiterbildung in der Art von Moneyball erwartet, wird enttäuscht sein.