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Decision Points – George W. Bush

Decision PointsEin wahrer Baseball Man als Präsident der Vereinigten Staaten? Wunderbar. Und ich meine nicht den ungarischen Schnaps. Sondern seinen Vorgänger George W. Bush. Der uns seine Autobiografie Decision Points präsentiert.

14 spannende Kapitel werden uns jeweils chronologisch dargelegt. Das macht es einerseits schwerer immer wieder zurückzudenken, was denn zu dem Zeitpunkt geschehen war, aber es macht auch den Gedankengang klarer der zu den jeweiligen Entscheidungen geführt hat. Und darum soll es ja gehen, daher auch der Titel. Ein weiterer Minuspunkt wäre, dass es zu wenige Fotos der Bush-Zwillinge Barbara und Jenna gibt, aber man kann nicht alles haben.

Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Inhalt, nicht der literarisch wertvollen Darstellung, das ist auch sehr gelungen. Ich bin versucht zu sagen, dass Decision Points keinen Literaturnobelpreis gewinnen wird, aber seit der Verleihung des Friedensnobelpreises an Obama kann man nie wissen. Obama bekam ihn für Ankündigungen und Wahlversprechen, ohne viel getan oder geändert zu haben, also wieso sollte Bush keinen Preis bekommen?

Poker Winners Are Different – Alan N. Schoonmaker

Poker Winners Are Different: Sieger beim Pokern sind anders. Anders als was oder wer? Na, als Verlierer natürlich. D’uh. Alan Schoonmaker wieder am Werk, diesmal weniger belehrend oder abschwächend sondern aufdeckend, was echte Gewinner machen. Auch wenn es unschön sein mag oder gesellschaftlich nicht zu hundert Prozent akzeptiert.

Gewinner sind motiviert und diszipliniert; kontrollieren ihre Reaktionen auf Gefühle; managen Risiko und Informationen, auch die Informationen die sie anderen geben; fokussieren auf die wichtigen und richtigen Themen; handeln entschlossen.
All das wird genauer erläutert, aber auch wie man sich selber diese Fähigkeiten und Einstellungen aneignen oder sich ihnen annähern kann.

Alan Schoonmaker komplettiert hiermit seine Poker-Trilogie, die sich nicht nur designmässig ähnelt und komplettiert. Er schreibt gewohnt lässig und mit Anekdoten versehen über das Gewinnen. Also handelt entschlossen und schaut euch Poker Winners Are Different an.

Your Best Poker Friend – Alan N. Schoonmaker

Your Best Poker Friend: Increase Your Mental Edge ist, schwer zu erraten, die Fortsetzung von Alan Schoonmakers Your Worst Poker Enemy. Und wieder die Frage, wer ist eigentlich dein bester Poker-Freund? Und wieder dieselbe Antwort, du selber natürlich.

Hat Schoonmaker in YWPE noch versucht, einem die eigenen Schwächen aufzudecken, geht es nun darum diese zu beseitigen oder zumindest deren Effekte zu minimieren. Und man ist dabei nicht alleine, Schoonmaker empfiehlt Internet Foren, Pokercoaches oder pokerspielende Freunde die einem helfen können. Die Spannweite geht von „etwas mehr Spass haben“ bis zu „sollte ich meinen Job aufgeben und Poker Pro werden“.
Ein grosser Teil ist „Increasing your Edge“, ob man nun gegen Anfänger oder gegen einen Glückslauf spielt. Ein weiterer Teil befasst sich mit persönlich zu planenden „Poker Improvement Plans“, wie diese zu formulieren, kontrollieren und revidieren sind. Sehr interessant.
Weniger interessant ist der Teil, ob man No Limit spielen sollte. Hier kommt es im Vergleich zu Limit zu grösseren Swings und daher zu grösseren psychologischen Belastungen. Da aber fast nur mehr No Limit gespielt wird, ist einiges hinfällig, auch wenn schön aufgezeigt wird, welche Fähigkeiten man für No Limit haben sollte.

Alleine der Teil über aktives Lernen könnte das Geld wert sein, aber auch die anderen Teile sollten jedem helfen. Nicht unbedingt beim Spielen selber, aber beim Rundherum und dass Poker nicht dein ganzes Leben übernimmt. Dennoch werde ich mir bald den dritten Teil der Serie gönnen. Und euch dann präsentieren.