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Passenger Hammerschmid – Bernhard Seiter

Passenger HammerschmidWäre Christoph Weber ein begabter Literaturkritiker würde hier jetzt etwas ganz Tolles über Bernhard Seiters Roman Passenger Hammerschmid stehen. Etwas Lesenswertes. Etwas Literarisches. Aber nein. Das spielt es hier nicht.

Statt dessen gibt es mal kurz den Klappentext. Aber ich bin zu faul den abzutippen. Also fasse ich mal kurz was zusammen. Es geht um Hammerschmid. Einen Wiener Pokerspieler, aufgewachsen unter anderem im Concord Card Casino, der sich gerade am Ende eines Downswings befindet. Unten. Ganz unten.

In einem atemlos-atemberaubenden Gedankenstakkato zieht die Vergangenheit und die Zukunft an Hammerschmid und damit dem werten Leser vorbei. Es geht um Geld, Frauen, Emil den Affen und um den Flug den Hammerschmid verpasst hat.

Auch andere tolle Kritiken wurden verfasst und verfilmt, siehe hier:

Jetzt nochmal den Autor, Bernhard Seiter, irgendwo abpassen, ist ja ein Wiener, ein Autogramm abholen und nach den letzten Seiten das Buch in die Bibliothek stellen. Und dann wohl wieder hervorholen. Ist ein nettes Buch das einem eine nicht unbedingt bekannte Gedankenwelt näher bringt. Auch wenn sich die Hauptfigur gerade davon entfernt oder vielleicht gerade deswegen.

The Professor, the Banker, and the Suicide King

The Professor, the Banker, and the Suicide King: Inside the Richest Poker Game of All Time kann man als Klassiker bezeichnen. Wer sich schon mal Poker im Fernsehen angeschaut hat, wird viele der kleinen Randgeschichten über die Poker-Pros hier wieder erkennen. Ob die Moderatoren die Geschichten aus dem Buch haben oder Michael Craig diese nur gesammelt hat, Gebrüder Grimm-mässig, weiss ich nicht.

Auf jeden Fall ist es ganz witzig zu lesen und all die kleinen Stories verpacken eine viel grössere Story. Grösser auch in Geldbeträgen. Bis zu unfassbar. Aber lest selbst. Das Buch zu lesen ist besser und weniger schmerzhaft als all die grausamen Pokerübertragungen.

Für Poker-Fans die mal keine Strategie lesen wollen, auf jeden Fall empfehlenswert.

The Biggest Game in Town – Al Alvarez

The Biggest Game in Town - Al AlvarezThe Biggest Game in Town… das Spiel mit den höchsten Einsätzen in der ganzen Stadt. Die Stadt ist Las Vegas, das Jahr 1981. Al Alvarez schildert das alltägliche Leben der Poker-Profis die um die höchsten Einsätze spielen. Geschichten und G’schichterl aus vergangenen Tagen werden erzählt, die Atmosphäre anschaulich und zeitweise sehr ernüchternd beschrieben.

Sie kommen alle vor: Doyle Brunson, Jack Straus, Benny Binion, Johnny Moss, Stu Ungar. Und viele mehr. Charaktere die eine Stadt und ein Spiel prägen. Am Höhepunkt des Buches steht die World Series of Poker.

The Biggest Game in Town ist ein sehr bekanntes und oft-zitiertes Buch. Einige der vielen Geschichten in der Geschichte hat man schon aus zweiter und dritter Hand vernommen. Dennoch sollte man sich das kleine Buch mal vornehmen und einen Einblick in das klimatisierte Leben mitten in der Wüste zu gewinnen.