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Götz Schrage – Der Schwärmer

Götz Schrage - Der SchwärmerWas ist das? Man erkennt aus flüchtigen Hinweisen und offensichtlichen Aussagen, dass ein Mensch eine sehr bewegte Lebensgeschichte hat, mit Spiel, (viel) Geld, Gefahr und natürlich Sex. Und dennoch sind es nicht die vergangenen Tage als Profi-Pokerspieler die einen gerade fesseln sondern die manchmal planlos dahinfliessenden, lauen Sommertage eines Schriftstellers. Das ist Götz Schrage’s Roman Der Schwärmer.

Es geht um Frauen. Um die, die man hat, und um die, die man will. Wie immer. Aber es geht auch um ja, um was eigentlich? Götz Schrage verschlägt es nach Wien, er wird zum Berufsspieler, er geht Gefahren ein, er nimmt ungewöhnliche Jobs an. Klingt interessant. Und dennoch handelt der Roman nach dieser Zeit. Nach dem Ausstieg. Götz Schrage, der Schriftsteller, dokumentiert einen Sommer. Und das macht er sehr gut. Es wird ja gesagt, man soll so schreiben wie man spricht. Auch das macht er sehr gut, das Erzählen. Darum solltest du dich von seinen Erzählungen fangen lassen. Lies Der Schwärmer.

Du wirst es nicht bereuen. Wo sonst findet man ein Kapitel mit dem klingenden Titel „Was haben uns die 80er Jahre gebracht? Die CD und den Analverkehr – beides Scheiße!!“. Und frag mich nicht ob ich dir mein Exemplar leihe. Tu ich nicht. Das ist mit einer perönlichen Widmung versehen. Die Widmung freut mich besonders, das Anfragen darum dürfte Götz gefallen haben. Zumindest glaube ich mir dadurch ein oder zwei Zusatz-Geschichten verdient zu haben. Das Buch alleine wird auch dich gut unterhalten. Viel Spass damit!

Broke – A Poker Novel by Brandon Adams

Brandon Adams schreibt ein Buch. Gähn. Klingt ja nicht so spannend. Wer ist Brandon Adams überhaupt? Nun, er ist ein professioneller Pokerspieler mit einigen netten Erfolgen. Er hat den Weg so einiger junger Pokerspieler beschritten und schon während der College-Zeit zu spielen begonnen.

Daher verwundert es auch nicht, dass er in Broke: A Poker Novel aus dieser Perspektive erzählt. Drei junge Spieler erleben Hochs und, wie der Titel vermuten lässt, auch Tiefs. Mit unter hundert Seiten ist es recht kurz geraten aber es kommt alles vor: Geld, Drogen, Nutten, korrupte Taxifahrer.

Strategie bekommt man keine auf den Weg, aber das erwartet man vernünftigerweise nicht von einer Novelle. Also glaubt man mal den Behauptungen der Hauptfiguren sie würden online meist grosse Gewinner seinund geniesst den Rest der Geschichte. Und wenn Adams irgendwann noch ein paar Nachfolgeromane verfasst, macht es auch in der hauseigenen Bibliothek mehr her.