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The Guns of August – Barbara Tuchman

Guns of August CoverThe Guns of August handelt vom Ersten Weltkrieg, nur von der Westfront, nur vom ersten Kriegsmonat August. Das lässt Zeit und Raum für einen tiefen und genauen Einblick in die Geschehnisse. Leider stimmt dieser Satz nicht ganz, und Tuchman schmuggelt mehr ins Buch hinein.

Das Buch ist gut, es ist durchaus lesbar und unterhaltsam. Aber… wie sie selber erwähnt, wollte sie ein Buch über ein Schiff schreiben, auf dem sie als kleines Kind war und wo sie Schüsse in weiter Entfernung gehört hat. Hat sich wohl geschreckt, das kleine Mädl, und musste es verarbeiten. Und so schleicht sie ein total unverwandtes und somit auch saufades Kapitel in die Mitte des Buches, um ihre Kindheitspsychosen aufzuarbeiten. Diesen Teil kann man überblättern ohne etwas zu verpassen.
Der Start lässt auf sich warten, sie beginnt bei 1870 und langsam, ganz langsam arbeitet sie sich vor. Bis es dann wirklich im August 1914 startet, ist der Leser schon einige Male entschlafen. Belohnt wird man danach, aber es wird es nicht für jeden Leser wert sein.