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Order Of The Stick

Order Of The StickComics haben schon lange den Schritt von Print-Zeitungen ins Internet gewagt und geschafft und das ist gut so. Eine breite Lesermasse mit diversesten Interessensgebieten bietet Platz für viele neue Comics. Und mehr Platz und Farbe als jeden Tag drei kleine Bilderchen in Schwarz-Weiss. Eines davon fände beim durchschnittlichen Zeitungsleser auch wenig Anklang: Order Of The Stick handelt von einer Gruppe Rollenspiel-Charaktere.

Es ist eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, aber dann auch wieder typisch für eine Rollenspielgruppe wird jeder Einsatzbereich abgedeckt: ein Kämpfer als Anführer, ein Dieb, ein Ranger, ein Barde und ein Magier kämpfen sich durch externe und interne Konflikte. Ihnen gegenüber stehen Bösewichte in Form vieler kleiner grüner Goblins die nicht viel mehr als Kanonenfutter darstellen bis hin zu deutlich mächtigeren Untoten und anderen Monstern.

Rollenspiele wie Dungeons & Dragons sind nicht unbedingt mehrheitstauglich, erfreuen sich dafür umso fanatischerer Anhänger. Dass diese nicht nur nerdy sondern auch kreativ sind, beweist Rich Burlew mit seiner simplistischen Art zu Zeichnen. Dafür kann er umso besser Geschichten erzählen. Mit viel Humor. Einiges daraus ergibt sich aus der Tatsache dass die Rollenspiel-Charaktere sich bewusst sind, dass sie in einem Rollenspiel sind. So werden viele Geschehnisse auf Würfelglück oder -pech zurückgeführt. Aber es werden auch Regeln gebogen wenn es gerade nicht anders geht. Oder es Spass macht oder den Dungeon Master an den Rande der Verzweiflung bringt.

Diese Sichtweise macht den Comic einzigartig (beinahe, doch dazu komme ich in nächster Zeit schon noch). Die oft langen Handlungsstränge füllen mittlerweile ein beachtliches Archiv und dem geneigten Leser würde ich sehr den Einstieg mit dem ersten Strip New Edition empfehlen.

The Big U – Neal Stephenson

The Big U - Neal StephensonNeal Stephenson gehört ganz sicher zu meinen Lieblingsautoren, dank seiner wunderbaren Schreibweise und seinen wundersam verquirksten und verbundenen Geschichten. The Big U ist eines seiner ersten Werke, man erkennt schon die Grundzüge des Stils der zum Beispiel Cryptonomicon und The Baroque Cycle auszeichnen. Jedoch wirken manche Passagen noch etwas unklar, was auch daran liegen mag, dass die Story 1984 spielt und er LSD-Räusche beschreibt.

1984, LSD und der Buchtitel: ja, es handelt nicht nur in sondern von einer Universität und den Bewohnern des dazugehörigen Megaplexes. Was recht harmlos mit Kampf-Beschallung anfängt, nimmt bald bizarre Züge an und schon nähert sich in klassischer Stephenson-Manier die Erzählung von mehreren Seiten dem Höhepunkt.

Mehr will ich nicht verraten, aber es wird euch schon gefallen. Vertraut mir.

„In the Arena of Logic, I fight unarmed.“

Nuklear Power, der BeginnWenn ein Rollenspielcharakter weiß dass er ein ebensolcher ist und auch so handelt, kann schon mal der geniale Spruch kommen: „In the Arena of Logic, I fight unarmed.“ Wie es passiert bei Nuklear Power.

Es beginnt mit Fighter und Black Mage im Giant’s Forest, siehe das Bild links. Und sie verhalten sich seltsam. Denn sie wissen, dass sie nur Charaktere in einem Rollenspiel sind. Und so hört man oft die Spieler heraus. Besonders bei Red Mage, der sich auch der Regeln und deren vorteilhafter Interpretationen bewusst ist. Was immer wieder zu komischen Situationen führt. Wie immer, startet doch bei Episode 1.

Wenn ihr es nicht bis zur aktuellen Episode Nummer 835 lesen wollt, wird euch Black Mage mit einem Hadoken versehen.