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Combat Shooting with Massad Ayoob

Combat Shooting with Massad AyoobGanz im Sinne von Jeff Cooper beginnt
Combat Shooting with Massad Ayoob mit dem Mindset, der Einstellung.

Welche Munition soll ich verwenden?
Beleuchtet sowohl die Labortests als auch die Erkenntnisse von Medizinern und bietet ein paar Empfehlungen, auf die sich beide Seiten einigen konnten.

Wohin soll ich zielen?
Ein sehr gutes Thema und sehr gut beschrieben. Ayoob beschreibt die verschiedenen Trefferzonen und die Auswirkungen: bei den meisten Treffern ist der gegner physikalisch noch in der Lage, selber zu schiessen. Ob er es tatsächlich schafft, ist eine andere Frage, aber es ist nicht auszuschliessen.

Der letzte Teil über das Zielen ist etwas kontroversiell, vielleicht auch ein wenig kurz. Hier habe ich das Surgical Speed Shooting von Andy Stanford als deutlich besser empfunden. Das liegt nicht am Weaver Stance, den Ayoob bevorzugt – wie auch am Betragsbild klar zu erkennen – denn er empfiehlt keine spezifische Haltung.

Das Buch ist grossformatig, mit vielen Bildern versehen – diese zeigen die Geschichte des Autors und untermauern somit seine Autorität auf dem Thema des Combat Shootings. Das wäre nicht nötig, den Namen Massad Ayoob kennt man. So nebenbei empfiehlt er auch die Lektüre der Monster Hunter International Serie.

The Gun Digest Book of the Glock

The Gun Digest Book of the GlockAlles Wissenswerte zu Glocks findet man in The Gun Digest Book of the Glock. Von den verschiedenen Kalibern gibt es die Grössen Standard, Kompakt und Subkompakt. Allerdings ist die Reihenfolge der Benennung nicht der Reihe nach oder sonstwie intuitiv nachvollziehbar: die Glock 17 ist das erste Modell, und die heisst nicht so, weil in das Standardmagazin 17 Schuss reingehen, sodern weil es Gaston Glocks 17. Patent war. Und die anderen reihen sich auch ein der Reihenfolge der Patentierung nach.

Lesbar ist das Buch nicht. Es gibt ja auch keine echten Geschichten. Sondern eine ausführliche Liste an Glock-Modellen und Zubehörmöglichkeiten. Von letzteren gibt es für viele andere Modelle deutlich mehr. Hier bemerkt man den Unterschied der Fans: andere sollen alles in pink und supper-accessorized haben, eine Glock muss einfach funktionieren und das tut sie ausgezeichnet.

Die Vor- und Nachteile der einzelnen Kaliber werden angeführt, aber auch Zubehör wird kritisch beäugt, sei es der beliebte verlängerte Verschlussfanghebel oder verschiedene Arten von Holstern. Zum Schluss gibt es noch eine kleine Aufstellug verschiedener Wettbewerbe, die man mit einer Glock schiessen kann. Das gilt leider nur für die USA, in Österreich wird man da nicht so schnell und variantenreich fündig werden.

Wieder mal ist das Buch günstiger zu haben, wenn man es über The Book Depository bestellt. Diesmal zur Zeit gleich um drei Euro. Die paar Tage Lieferzeit kann man da schon aushalten.

Principles of Personal Defence – Jeff Cooper

Principles of Personal Defense von Jeff CooperMehr als ein kleines Pamphlet ist es nicht, aber umso einflussreicher: Principles of Personal Defense von Jeff Cooper. In nur sieben Prinzipien inklusive kurzen Erläuterungen stellt Cooper klar, was man braucht, um sich im Notfall richtig, also erfolgreich zu verteidigen. Nicht „wie verteidige ich mich gesetzesgemäss“, nicht „ich kann doch weglaufen“, nicht „ich warte auf die Polizei“. Die Polizei ist nicht da, sonst würde der Angriff nicht stattfinden. Der Angreifer kann schneller sein. Und dem Angreifer, dem Verbrecher, dem Mörder ist das Gesetz aber sowas von scheissegal! Wenn es ums Überleben geht, zählt nur das Überleben. Sonst nichts. Diesem Fakt enspricht auch das österreichische Gesetz:

Nicht rechtswidrig handelt, wer sich nur der Verteidigung bedient, die notwendig ist, um einen gegenwärtigen oder unmittelbar drohenden rechtswidrigen Angriff auf Leben, Gesundheit, körperliche Unversehrtheit, Freiheit oder Vermögen von sich oder einem anderen abzuwehren.

Man muss nicht weglaufen, man muss sich nicht darauf verlassen, dass der Einbrecher einen nur fesselt aber sonst nichts tut. Nein! Man darf sich wehren. „Das Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen.“ Egal, wie komplett anders das viele Journalisten und Politiker darstellen, die es alle besser wissen (nicht sollten, sie tun es, aber sie heucheln und lügen und stehen somit auf Seite des Verbrechens).

Coopers sieben Prinzipien sind:

  1. Alertness
  2. Decisiveness
  3. Aggressiveness
  4. Speed
  5. Coolness
  6. Ruthlessness
  7. Surprise

Also: Wachsam sein, entschlossen, aggressiv und schnell, kühlen Kopf bewahren, ohne Zweifel im Hinterkopf und überraschend zuschlagen. Manche mögen bei Punkten 3 und 6 überrascht bis entsetzt sein: das ist ein Fehler! Wenn es darum geht, sein eigenes Leben zu schützen, darf man auch mal aggressiv sein. Und Zweifel sollte man auch nie dran haben, dass das eigene Leben mehr wert ist als das eines Verbrechers, eines Mörders oder eines Schlägers.

Cooper wird von vielen Menschen als Vorreiter angeshen und oft zitiert. Das israelische Militär ist eines der besten der Welt. Sie haben ja auch viel Übung und Erfahrung. Das israelische Kampfsystem Krav Maga hält sich ziemlich genau an diese sieben Prinzipien. Das kann kein Zufall sein.
Principals of Personal Defence ist auch bei The Book Depository erhältlich: der Versand ist gratis, dauert zwar etwas länger, aber die Bücher sind fast alle günstiger.