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Seidler Schießstand

Zombie - getötet von Christoph WeberDort wo der neunzehnte Bezirk noch nicht so idyllisch ist, liegt, in einem ehemaligen Weinkeller, der Schießstand vom Seidler Waffengeschäft. Unterhalb des Wertheimstein-Parks liegt der kleine Verkaufsraum. Und dahinter dann fünf Stände mit Scheibenzuganlagen. Geschossen wird auf bis zu 25 Meter.

Making the world a safer place – bullet by bullet.

Im Zwanziger-Block kostet die Stunde nur 11 Euro, ist also eine echte Okkasion. Zielscheiben gibt es um 50 Cent pro Stück. Darunter auch die wunderbaren Zombie-Zielscheiben. Perfekt zum Üben für eifrige Leser des Zombie Survival Guides. Auch wer es mit Surgical Speed Shooting etwas praktischer angeht, findet hier einen guten Platz zum Üben.

Bei schneller Schussfolge bekomme ich schon mal 17 von 17 auf die Scheibe, und nur wenige davon waren Streifschüsse; siehe dazu das Bild links oben. Okay, für einen echten Zombie müsste ich noch mehr auf den Kopf gehen, aber das kommt schon noch mit etwas mehr Übung. Bei Kosten von 164 Euro für eintausend Schuss auch kein grosser Kostenfaktor. In einer Stunde bekommt man so an die 300 Schuss raus, auch dank der beiden 33er Magazine. Da geht was weiter. Wenn man zu zweit hingeht, kann einer schiessen, während der andere nachlädt. Das macht auch etwas mehr Spass, dann hat man einen Vergleich und einen beinahe sportlichen Wettkampf. So soll es sein.

Surgical Speed Shooting – Andy Stanford

Surgical Speed Shooting von Andy StanfordAutor Andy Stanford lehrt uns in Surgical Speed Shooting die Isosceles-Schiesshaltung, die so natürlich ist, dass alles andere absolut unnatürlich erscheint. Wer es einmal so probiert hat, wird nichts anderes mehr anwenden wollen.

Wie halte ich die Waffe? Wie ist der Griff, wie die Armhaltung?
Wie ziele ich richtig?
Wie drücke ich richtig ab?

Man kann den Akt des Schiessens in seine Einzelteile zerlegen. Und will man etwas gut können, dann macht man das auch. Profisportler machen das ja auch, mithilfe eines Trainers. Bewegungsabläufe werden in kleinsten Schritten analysiert und aufgebaut und trainiert. Und wenn man sich keinen Trainer leisten will, oder auch nur erste Schritte unternimmt, dann hilft einem das Buch eines Trainers. Wie eben Surgical Speed Shooting. Und Stanford macht seine Sache gut. Es geht ihm nicht um Präzisionsschiessen. Es geht darum, in einem Kampf zu überleben.

Wozu das Ganze? Wozu nicht? Schiessen macht Spass, und natürlich kann es zur Selbstverteidigung auch nicht schaden, eine Waffe zu beherrschen. Da hilft das Buch ungemein. Wer eine, oder sogar seine eigene, Waffe nicht beherrscht, sollte sie auch nicht anfassen. Ansonsten gilt: jeder rechtschaffene Bürger hat das Recht, eine Waffe zu besitzen. So, wie es sich gehört, denn

Ein Staat ist immer nur so frei wie sein Waffengesetz.

Surgical Speed Shooting: How to Achieve High-Speed Marksmanship in a Gunfight ist auch auf Amazon.de erhältlich.

American Sniper – Chris Kyle

American Sniper von Chris KyleDie Autobiografie des tödlichsten Scharfschützen in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Na pfau. Klingt reisserisch, ist es auch, aber das ist nur der Titel. Der Rest von American Sniper ist relativ nüchtern. Der Autor selber ist es an vielen Stellen seiner Geschichte nicht. Und sachlich ist das Buch natürlich auch nicht immer. Aber dafür umso spannender.

Chris Kyle wächst in Texas auf, und so interessiert er sich für das Leben als Cowboy: Waffen, reiten und auf einer Farm arbeiten. Er ist ein passabler Rodeoreiter, wird jedoch verletzt und so arbeitet er fortan auf einer Farm, während er studiert. Nach dem Studium entschliesst er sich, Soldat zu werden. Natürlich nicht irgendein Fusssoldat, es soll schon ein Spezialkommando sein. Und so verschlägt es ihn zu den Marines und er wird ein SEAL.
Die Ausbildung ist hart und er verletzt sich. Aber er schafft es, und er wird Sniper. Nicht der Beste seines Jahrgangs: egal, denn er hat Glück, also viele Möglichkeiten. Denn er wird in den Irak geschickt und beim Kampf in Fallujah und Ramadi hat er sehr viele Aufständische im Visier. Und schon bald hat er den Rekord der meisten Abschüsse gebrochen. Nur das Familienleben zieht ihn zurück und dann auch schon an den Schreibtisch: um uns dieses Buch zu schreiben.

Und das tut er sehr gut, es ist witzig, informativ und es zeigt die persönliche Seite des Krieges auf. Es ist ganz sicher kein Lehrbuch für Sniper oder Möchtegern-Scharfschützen. Auch das Wissen über Waffen, dass er vermittelt, ist eher gedacht um Anfänger nicht auszuschliessen. Das soll es alles nicht sein, sondern eine Autobiografie. Eine gute.

Und sie ist auch auf Amazon.de erhältlich.