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Star Trek Into Darkness

Star Trek Into Darkness - Alice EveStar Trek ist immer für Überraschungen gut. (Im Gegensatz zum arschfaden Star Wars Schmafu!) In Star Trek Into Darkness ist es wieder einmal eine zeitliche Überraschung. Nicht, dass der Film Überlänge hätte, nein, das junge Team aus der neuesten Serie bekommt es mit altbekannten Charakteren zu tun. Als grosser Bösewicht: Khan. Der hatte ja schon in der allerersten Serie und einem der ersten Filme Auftritte.

Doch ganz so böse scheint Khan nicht zu sein, nicht immer. Schliesslich rettet er die Landungscrew der Enterprise. Zumindest die Offiziere, ob ein Redshirt stirbt, ist bekanntlich egal. Und so stürmt Captain Kirk in ein grosses Abenteuer Zu gross für pingelige Zuschauer, denn irgendwie schafft er es sehr gemütlich und problemlos, mitten in feindliches Gebiet vorzudringen. Konsistenz und Glaubwürdigkeit sind immer noch nicht die Stärken von Star Trek. Die Action ist aber ansehnlich und die Handlung angenehm verwirrend und damit spannend. Schnuckeliger als Alice Eve (siehe Bild rechts) wird es nicht, aber das ist auch schwierig…

Redshirts – John Scalzi

redshirts-john-scalziIch hatte Glück: ich habe an einem Wochenende begonnen, Redshirts von John Scalzi zu lesen. Denn weglegen konnte ich es nicht. Unter der Woche hätte mich das den Schlaf gekostet. Es ist ein Meisterwerk. Dass Scalzi witzig ist und schreiben kann, war nach Old Man’s War schon klar. Und er hat es wieder getan.

Andrew Daly ist Ensign auf dem Raumschiff Intrepid, dem Flaggschiff der Flotte. Aber etwas ist seltsam: bei jeder AUssenmission mit einem der führenden Offiziere sterben Mannschaftsmitglieder. Seltsamerweise immer die mit den roten Uniformen. Niemals jedoch der Captain oder der Bordarzt oder der Wissenschaftsoffizier. Kommt einem bekannt vor? Aus Star Trek? Ja, wohl… nicht aber Andrew Daly, der lebt in der Zukunft und kennt die Serie nicht. Bis er versucht, den Todesfällen auf den Grund zu gehen. Und dann wird es wirklich irrwitzig… irre witzig… wie auch immer: Genial.

Vorkenntnisse aus Star Trek helfen, die Hintergründe zu verstehen. Aber wer kennt denn Star Trek bitte sehr nicht? Eben. Somit kann ich Redshirts uneingeschränkt empfehlen. Mit einem Caveat: plant genug Zeit ein, es nach dem ersten Aufschkagen fertig zu lesen.

Fuzzy Nation – John Scalzi

Fuzzy Nation - Joe ScalziWas macht man als Rezensent mit einem Buch, das sehr witzig ist aber ansonsten wie ein Actionfilm? Die Witze will ich nicht vorwegnehmen und die Handlung ist auch zu schnell erklärt.

Hätte ich so etwas von John Scalzi erwartet? Seine Old Man’s War Trilogie war blendend. Vielleicht liegt es auch daran, dass Scalzi ein älteres Werk eines anderen Autors mit Fuzzy Nation neu aufgelegt hatte.

Nun denn: Jack Holloway ist ein ehemaliger Rechtsanwalt, der nun als Entdecker auf einem fremden Planeten arbeitet. Er findet eine riesige Ansammlung an Bodenschätzen. Und eine Familie an kleinen fusseligen Lebewesen läuft ihm zu: die little Fuzzies. Holloway ist in guter Scalzi-Tradition nicht überall beliebt, sarkastisch und egoistisch. Ein Mensch also, über den man gerne liest aber nicht unbedingt kennen muss.

Das ist aber schon einer der wenigen Lichtblicke: der Rest der Handlung ist zu seicht und absolut nichts ist überraschend. Vielleicht war es früher leichter, Menschen zu überraschen und unterhalten, so wie man damals das kleine Einmaleins oder einfache physikalische Phänomene mühsam und langwierig erlernen musste, was heute alles schon von Volksschülern erlernt wird.

Gesamt bleibt das Werk okay, ganz witzig, aber genau so bemerkenswert wie ein Actionfilm: nicht sehr. Schade eigentlich.