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The Whatnot – Stefan Bachmann

The Whatnot - Stefan BachmannAm Ende von The Peculiar verliert Bartholomew Kettle seine Schwester – sie verschwindet im Land der Faeries, wo sie von einer Prinzessin als Quasi-Haustier, als Whatnot, gehalten wird.

The Whatnot, also die kleine Schwester, steht diesmal im Mittelpunkt, die Handlung ist fantasievoll, durchaus auch für jüngere Leser geeignet, aber auch für Ältere, wenn man nicht exklusiv auf Sex, Mord, Drogen, Action steht. Also, für fast alle.

Seit den Geschehnissen des ersten Bandes ist Bartholomew auf der Suche nach seiner Schwester. Stefan Bachmann hingegen war wohl auf der Suche nach einem weiteren Bestseller, und hat eine Fortsetzung gewählt. Verständlich. Ist ihm auch ganz gut gelungen, man hat sich ein wenig in die Welt eingelebt und die Geschichte geht flüssig dahin. Bei einem dritten Teil wäre ich an seiner Stelle sehr vorsichtig: zu schnell könnte es handlungstechnisch abstürzen und den Leser desillusionieren. Es ist allemal besser, den Leser nach zwei zufriedenstellenden Werken in die Freiheit zu entlassen bevor man ihn an eine schlechter werdende Serie bindet…

The Peculiar – Stefan Bachmann

The Peculiar - CoverThe Peculiar wurde übersetzt mit Die Seltsamen – wer das ist? Mischlingskinder von Mensch und Sidhe. Letztere sind in Bath in England eingefallen, haben dieses flachgemacht. Nach einem Krieg wurden sie besiegt, konnten aber nicht mehr in ihre Heimat zurück, und so sind sie geblieben. Als normale Bürger. Und doch sind sie anders. Noch schlimmer haben es die Mischlingskinder, die von beiden Seiten abgelehnt werden und in grosser Gefahr sind. So kommt es, dass Bartolomew Kettle das Haus seiner Mutter fast nie verlassen kann.

Dann kommt da noch ein Politiker ins Spiel, für den es Anstrengung genug ist, zu Mittag aufzustehen. Eigentlich ein Vorbild, sollte man denken, Stefan Bachmann hat ihn aber daher als schlechten Politiker bezeichnet. Was soll daran schlecht sein, spät aufzustehen? Je weniger Politiker arbeiten, desto weniger machen sie falsch.

Stefan Bachmann hat mit 16 Jahren begonnen, das Buch zu schreiben, dass zu einem New York Times Bestseller werden sollte. Das erscheint vielen als außergewöhnlich und so wird er noch etwas mehr gefeiert als das Buch alleine verdienen würde. Bei der Lesung im Rahmen der Vindragona 2014 war er aber auch sehr sympathisch.

Das Buch ist auch sympathisch, eher kurz, und sicher auch kurzweilig. Die Mischung Sidhe mit Steampunk kommt gut, Bachmann hält sich nicht allzu lange mit Erklärungen auf sondern stürzt den Leser gleich mal ins Abenteuer. The Peculiar kann man also getrost mal auch am Strand lesen.