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She Returns from War – Lee Collins

She Returns from War - Lee CollinsCora Oglesby ist zurück. Im zweiten Teil der nach ihr benannten Serie spielt sie – nur eine Nebenrolle? Was soll denn das?

Einige Jahre nach den Ereignissen in The Dead of Winter braucht eine junge Dame aus England Hilfe im Kampf gegen Höllenhunde. Sie wendet sich an James Townsend, der ihr empfiehlt, Cora aufzusuchen. So reist sie über den Atlantik in den Wilden Westen. Dann muss sie feststellen, dass Cora sich zur Ruhe gesetzt hat. In Ben’s Printshop, der verwirrenderweise ein Saloon ist, schenkt sie sich und den Gästen Whiskey aus und spielt Karten.

She Returns From War könnte auch schon das Ende der Serie sein. Schade drum. Die Mischung Fantasy und Western hat was für sich. Lee Collins werde ich auf meine Watch-List aufnehmen, das solltest du auch machen, doch zuerst: lies die beiden Cora Oglesby Bücher.

The Dead of Winter – Lee Collins

The Dead of Winter - Lee CollinsJames Townsend reist aus England in die USA, um für seinen Chef eine Mine zu begutachten. Dabei stößt er auf Probleme. In Form von Vampiren. Er sucht nach Hilfe und findet – Cora Oglesby und ihren Mann Ben. Die beiden sind seit Jahren Monstern auf der Spur und beseitigen diese. Doch es gibt einen Grund, wieso Cora von Freund und Feind verrückt genannt wird…

Dead of Winter ist Urban Fantasy im Wilden Westen. Nun, wieso nicht. Lee Collins hat das Buch im Rahmen des NaNoWriMo geschrieben, und es ist ihm gut gelungen. Es mag einige Ungereimtheiten beinhalten, vielleicht die eine oder andere Lücke in Handlung oder Recherche. Das dürfte daran liegen, dass Collins eben nur einen Monat Zeit hatte, um die gute und witzige Idee in Buchform zu bringen.

Wieder einmal hat mich Graeme’s Fantasy Book Review auf die Fährte eines richtig guten Buches gebracht. Er hat 9,25 von 10 Punkten vergeben. Ganz so weit würde ich nicht gehen, da ich traditionell gerne noch Spitzenbewertungen in der Hinterhand habe, um echte Klassiker und Meisterwerke entsprechend zu bewerten.
The Dead of Winter ist eine sehr unterhaltsame Geschichte, sie beschränkt sich nicht nur auf eine krude Vermischung von Western und Fantasy – der Wilde Westen bildet nur den Hintergrund und die Fantasywesen die Antagonisten einer tiefer gehenden Geschichte, die neben Action auch etwas von einer Charakterstudie hat. Schade wäre es um diesen Charakter – muss sich auch Lee Collins gedacht haben. Cora Oglesby wird also nochmal zum Einsatz kommen. Da ich es ein Jahr lang verabsäumt habe, dir diese Rezension zu liefern, folgt der zweite Teil in Kürze.

Cold Days – The Dresden Files #14

Cold Days - The Dresden Files #14Harry Dresden ist zurück – von den Toten. Nach einer Episode als Geist trägt Harry in Cold Days die Bürde des Winter Knights, und untersteht damit dem Befehl der Winter Queen Mab. Ihr erster Auftrag: Harry soll Maeve töten. Das Problem dabei? Maeve ist Mabs Tochter – und unsterblich.

Harry hat schon öfter bewiesen, dass er mit unmöglichen Situationen gut klar kommt. Aber zusätzlich wird seine Insel Demonreach angegriffen, und sollte der Angriff gelingen, würde ganz Chicago ausgelöscht.

Dieses große Setup zeigt, wie sehr Harry Dresden in der Serie bisher gewachsen ist. Das spektakuläre Finale lässt nicht lange auf sich warten: viel zu schnell hat man das Buch ausgelesen und muss – wieder mal – auf den nächsten Teil warten. Dieser ist bereits fertig geschrieben, es funktioniert ganz gut, dass pro Jahr ein weiteres Buch der Dresden Files erscheint.

Mit Harry ist aber auch Jim Butcher gewachsen: Cold Days hat soeben von Goodreads den Choice Award in der Kategorie Paranormal Fantasy gewonnen. Nicht unverdient. Das sage ich als nicht objektiver Leser, aber wer es bezweifelt, möge sich doch selbst davon überzeugen.